Ein herausragendes Beispiel der Architektur der Moderne und für die Emanzipation von Architektinnen im frühen 20. Jahrhundert in Berlin wird wohl abgerissen werden

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Haus Marlene Poelzig in Berlin. Historische Ansicht. Quelle Architekturmuseum TU-Berlin, Fotograf: unbekannt

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die einen wollen die Welt retten, ungebeten, die anderen ein Haus, genauer: das Haus Marlene Poelzig. In einer Pressemitteilung zum bevorstehenden Abriß dieses Hauses im Berliner Westend heißt es in einer Pressemitteilungvom 2.11.2021, daß „trotz internationaler Proteste, Debatten und Einwände … am Montag, 1. November, die ersten Schritte des Abrisses des Hauses Marlene Poelzig in Berlin-Westend begonnen“ hätten. Darüber sei „die Initiative Haus Marlene Poelzig, die sich seit Monaten intensiv um den Erhalt dieses einzigartigen Kulturdenkmals bemüht, … bestürzt“ und „fordert den neuen Eigentümer auf, die Arbeiten mit sofortiger Wirkung für ein Verhandlungs-Moratorium zu stoppen und kurzfristig zu Gesprächen zusammenzukommen“.

Eine kleine „spontane“ Protestaktion fand am vergangenen Dienstag in der Tannenbergallee 28, 14055 Berlin, statt. Zum „Wohn- und Atelierhaus der Familie Poelzig in Berlin-Westend“, das „1930 nach dem Entwurf der Bildhauerin und Architektin Marlene Poelzig (auch Moeschke-Poelzig) errichtet“ wurde, heißt es weiter in einer mit Sternchen durchseuchten Text: „Ihr Mann war der renommierte Architekt Hans Poelzig. Das Haus ist ein herausragendes Beispiel der Architektur der Moderne und für die Emanzipation von Architektinnen im frühen 20. Jahrhundert. Eine Initiative aus Bürger*innen, Baukultur-Expert*innen und Interessierten bemüht sich sowohl für den Erhalt der Überreste des Hauses, als auch für die Anerkennung des Lebenswerks der Architektin – stellvertretend für viele zu wenig gewürdigte Lebensläufe von Architektinnen und Baumeisterinnen. Als langfristige Vision strebt die Initiative die Etablierung eines Stipendien-Programms für Meisterinnen der Baukultur an, idealerweise im Haus Marlene Poelzig.“

„Für Meisterinnen der Baukultur“? Warum nicht. In der Migranten-Metropole Berlin, die seit Jahrzehnten umvolkt und mohammedanisiert wird, zudem wird Judenhaß importiert, sind Meisterinnen nötiger denn je und das nicht nur anläßlich mächtig gewaltiger Bausünden.

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