„Fellini 100“ und das Dolce Vita

Fellini 100. © Copyright Museo Internazionale Federico Fellini

Rimini, Italien; Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Der am 20. Januar 1920 in Rimini geborene und am 31. Oktober 1993 in Rom gestorbene Federico Fellini ist zweifelsohne einer der bekanntesten Italiener und nicht nur Cineasten ein Begriff, schließlich war der Filmemacher wahrlich einer der wichtigsten Autorenfilmer des 20. Jahrhunderts. Von 1942 bis 1950 schrieb er ein Dutzend Drehbücher. Von 1950 an schrieb er zwei Dutzend Drehbücher und führte auch noch Regie. Hut ab!

Wer zu wenig über das Leben und Werk von Fellini weiß oder sein Wissen auffrischen und erweitern möchte, dem sei zum Besuch der Ausstellung „Fellini 100 und das Dolce Vita“ geraten. Dort gibt es Sehorte mit Bezug auf Fellini, aber keine Drehort, denn keine einzige Szene wurde vor Ort gedreht, obwohl „Rimini in so gut wie jedem Fellini-Film“ vorkomme, wird in einer Pressemitteilung der Italienischen Zentrale für Tourismus informiert. Unter der Überschrift „Rimini ehrt Federico Fellini“ heißt es weiter. „Der Platz, der Brunnen, die Pescheria, der Corso, das Fulgor-Kino – fast die ganze Altstadt wurde in Roms Cinecittà originalgetreu nachgebaut und glänzt in Fellinis Jugendwerk „I vitelloni“, in seinem Meisterwerk „Roma“, vor allem aber in „Amarcord“ (Rimineser Dialekt für „mi ricordo“, zu Deutsch: „Ich erinnere mich“), ein Film, der den Geist und den Traum des Städtchen widerspiegelt und der ihm gewidmet ist.“

In Rimini seien Szenen aus „Roma“ und „Casanova“ sowie „La dolce vita“ und „Le notti di Cabiria““ seien zu erkennen. Und in Rimini liegt Fellini begraben. „Sein Grab und das seiner Frau befindet sich gleich am Eingang des Cimitero Monumentale, dem städtischen Friedhof, und ist nicht zu übersehen. Darüber erhebt sich eine große, von Arnaldo Pomodoro geschaffene Skulptur: Ein monumentaler Schiffsbug als Sinnbild für das Schiff der Träume, die Arche Noah des Unbewussten, die Reise ins Ungewisse, die allen Fellini-Filmen zugrunde liegt.“ Ansehen!

Die umfangreiche Ausstellung fand im Museo Internazionale Federico Fellini in fünf Sälen des Castel Sismondo im Herzen von Rimini statt. Sie umfasste „zahlreiche Dokumente, Manuskripte, Kostüme, Filme, Zeichnungen und Fotografien sowie eine hochmoderne Multimedia-Show“. Von Rimini wanderte die Fellini-Ausstellung nach Rom. Sie solle noch Stationen in Moskau und Berlin machen. Drücken wir die Daumen, dass das was wird. Und wandeln Sie auf den Spuren von Fellinis Rimini in Rimini. Dort viel Vergnügen mit dem Dolce Vita genannten süßen Leben!

Mehr Informationen unter www.mostrafellini100.it im Weltnetz.

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