Preis für Porno und Mitteilungen durchseucht mit Sternchen – Die beschissenste Berlinale aller Zeiten

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Der Bär der Berlinale auf einem Absperrgitter mit Sichtschutz im Februar 2019 in Berlin. © Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Dass die Berlinale nicht der Rede wert ist, das wissen Kenner und Kritiker und auch, dass ein kleiner Kreis auf Berlinale machte, statt diese Veranstaltung der Ware (dieses Mal mehr) und des Spektakels (dieses Mal weniger) zu unterlassen.

Wir unterlassen es tunlichst, über diese Scheiße zu berichten. Wohl wahr, diese Berlinale geht uns am Arsch vorbei wie die Berlinale-Arschlöcher am deutschen Volk vorbeigehen – wohlgemerkt: seit Jahren und Jahrzehnten. Gleichwohl weisen wir auf die Gewinner der Bären hin. Hingegen sind die mit Sternchen durchseuchten Begründungen der Jury Toilettenpapier.

Goldener Bär für den Besten Film

„Babardeală cu bucluc sau porno balamuc“ („Bad Luck Banging or Loony Porn“) von Radu Jude (Rumänien / Luxemburg / Kroatien / Tschechische Republik) produziert von Ada Solomon

Silberner Bär Großer Preis der Jury

„Guzen to sozo“ („Wheel of Fortune and Fantasy“) von Ryusuke Hamaguchi (Japan)

Silberner Bär Preis der Jury

„Herr Bachmann und seine Klasse“ („Mr Bachmann and His Class“) von Maria Speth (Deutschland) – Dokumentarische Form

Silberner Bär für die Beste Regie

Dénes Nagy für „Természetes fény“ („Natural Light“), (Ungarn, Lettland, Frankreich, Deutschland) – Debütfilm

Silberner Bär für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle

Maren Eggert in Ich bin dein Mensch („I’m Your Man“) von Maria Schrader (Deutschland)

Silberner Bär für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle

Lilla Kizlinger in „Rengeteg – mindenhol látlak“ („Forest – I See You Everywhere“) von Bence Fliegauf (Ungarn)

Silberner Bär für das Beste Drehbuch

Hong Sangsoo für „Inteurodeoksyeon“ („Introduction“) von Hong Sangsoo (Südkorea)

Silberner Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung

Yibrán Asuad für die Montage von „Una película de policías“ („A Cop Movie“) von Alonso Ruizpalacios (Mexiko) – Dokumentarische Form

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