Über Omas, Dorfdeppen und die unfesche Obersteiermarkbevölkerung – Annotation zum Buch „Omama“ von Lisa Eckhart

"Omama" von Lisa Eckhart. © Zsolnay

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die österreichische Tabubrecherin Lisa Eckhart hat sich ihrer Oma Helga angenommen. Heraus kam ein Buch voll Schenkelklopferei und derben Humor. Wie bei Lisa Eckhart üblich, bekommen alle eine drüber gebraten.

Bevor Lisas Oma in der Gegenwart mit Enkelin Lisa um die Gunst des Kapitäns buhlt, geschieht allerhand. Oma will nicht einen Kneipenwirt am Arsch der Welt heiraten, vorher mochte sie Russen und um die Wendezeit verdiente sie ihr Geld mit dem Fleischschmuggel nach Ungarn.

Der Sound ist humorig, boshaft und aggro, das ist schon ok, doch die Geschichte stottert durchs Buch, weil Lisa immer wieder diverse Vergleiche zwischen Deutschen und Österreichern anführt, die auf die Dauer ermüden.

Wer humorige Unterhaltungsliteratur mag, wird blendend unterhalten.

Mir was es zu wenig Roman und zu viel Kabarett, doch ich gönne ihr natürlich den Ruhm.

Bibliographische Angaben

Lisa Eckhart, Omama, Roman, 384 Seiten, Verlag: Paul Zsolnay, Wien, 17.8.2020, ISBN: 3552072012, Preis: 24 EUR (Deutschland), 24,70 EUR (Österreich),auch als E-Buch für 17,99 EUR erhältlich

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