Hans Traxler

Hans Traxler erhält Sondermann-Preis für sein Lebenswerk

Frankfurt am Main, Deutschland (Kulturexpresso). Die Mitglieder des eingetragenen Vereins zur Förderung, Erforschung und Verarbeitung der Komischen Kunst und Literatur mit dem Namen Sondermann e.V., die sich der Bewahrung des Werks von Bernd Pfarr und der Förderung der Komischen Kunst widmen, verleihen ihren diesjährigen Sondermann-Preis dem in Frankfurt am Main lebenden Maler, Zeichner, Autor und Illustrator Hans Traxler, der 1929 in Böhmen geboren wurde.

Die Auszeichnung wird am 11. November 2017, dem neunundfünfzigsten Geburtstag des Künstlers Bernd Pfarr, in der Frankfurter Brotfabrik im Rahmen einer Gala verliehen und ist mit 5000 Euro Preisgeld verbunden. Dieser Preise für Komische Kunst zählt laut am 17. Oktober 2017 gemailten Pressemitteilung „zu den höchstdotierten Ehrungen, die in Deutschland in dieser Sparte vergeben werden“.

Zur Begründung heißt es, dass Traxler mit der Arbeit für die Satirezeitschriften „Pardon“ und die von ihm mitbegründete „Titanic“ … „die deutsche Satire genauso wie mit zahlreichen Buchpublikationen seit „Die Wahrheit über Hänsel und Gretel“ (1963) und seinen Magazinveröffentlichungen unter anderem für die „Zeit“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ geprägt habe. „Eine weitere wichtige Werkgruppe des Illustrators stellen Bilderbücher dar, darunter Klassiker des Genres wie „Fünf Hunde erben eine Million“, „Aus dem Leben der Gummibärchen“ und „Paula die Leuchtgans“. Besonders bekannt wurde die 1980 gemeinsam mit Pit Knorr entwickelte und von Traxler gezeichnete Darstellung des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl als „Birne“.




Fritz Bauer

Wanderausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht“ erreicht das Jüdische Museum Westfalen

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Wanderausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht“ des Fritz Bauer Instituts, Geschichte und Wirkung des Holocaust in Frankfurt am Main, in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum, ebenfalls in Frankfurt am Main, und in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium in Erfurt macht vor dem Jüdische Museum Westfalen (JMW) in Dorsten nicht Halt. Die Ausstellung, die bereits in Frankfurt am Main, Heidelberg, Köln und Dresden gezeigt wurde, beginnt am 16. Oktober 2017, die Vernissage findet einen Tag vorher um 11 Uhr statt, und soll am 25. Februar 2018 enden.

Sie dokumentiert laut Veranstalter „die verschiedenen Lebensstationen Bauers: Kindheit und Jugend Bauers im Kaiserreich und in der Weimarer Republik sowie die Stuttgarter Jahre, auf die die Emigration nach Skandinavien folgte. Auch die Exilzeit wird umfangreich behandelt. So werden beispielsweise Dokumente der dänischen Ausländerbehörde erstmals gezeigt. Bauers Wirken in der jungen Bundesrepublik, die Beteiligung an der Ergreifung Adolf Eichmanns und der Frankfurter Ausschwitz-Prozess sind zentraler Bestandteil. Zudem soll seine Rolle als Sozialdemokrat näher beleuchtet werden und so dem Narrativ eines kämpfenden Außenseiters ein Stück entgegengewirkt werden. Mit dem bisher wenig beleuchteten Kapitel der Wiedereingliederung ehemaliger Nationalsozialisten in die bundesrepublikanische Gesellschaft zur Zeit des Kalten Krieges erforscht die Ausstellung auch den Kontakt Bauers zu der Generalstaatsanwaltschaft der DDR, die Einsicht und Austausch von Beweisdokumenten anboten. Bauer nahm als einer von wenigen Generalstaatsanwälten das Angebot an, um die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen voranzubringen.“

Bauer, der als Sozialdemokrat und Jude in Hitler-Deutschland erst ausgegrenzt und dann verfolgt wurde, rettete sich in die Emigration, zunächst nach Dänemark, dann nach Schweden. Im skandinavischen Exil führte er sein politisches Engagement fort und kehrte nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland zurück. In der Bundesrepublik Deutschland avancierte er zu einem der bedeutendsten und juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten.

Dazu hält das JMW fest: „Fritz Bauer hat als Generalstaatsanwalt und Initiator des Frankfurter Auschwitz-Prozesses bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Im größten Nachkriegsprozess der BRD stellte er den NS-Staat in den Mittelpunkt des Verfahrens und nicht nur einzelne Straftäterinnen und Straftäter. Mit dem Frankfurter Ausschwitz-Prozess wurde das Schweigen über das unvorstellbare Leid im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und auch über den Holocaust gebrochen.

Der Gerichtssaal wurde zu einem Klassenzimmer der Nation. Die Ausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht“ thematisiert sowohl seinen Einsatz im Ausschwitz-Prozess, die Beteiligung an der Überführung Adolf Eichmanns als auch seine eigene Lebensgeschichte, die die großen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts spiegelt. Fritz Bauer soll durch die Ausstellung einem größeren Publikum vorgestellt werden.“

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Jüdisches Museum Westfalen

Julius-Ambrunn-Straße 1, 46282 Dorsten, Telefon: 02362-951431, Web: www.jmw-dorsten.de

Öffnungszeiten: dienstag bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie samstag, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr




Taiwan Republik auf der ITB Berlin

Altes ist gut. Alte Filme jetzt verbessert: Die Filme „Dragon Inn“ und „A Touch of Zen“ aus Taiwan Republik China wurden digital remastered

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Am 10.10. feiert die Republik China ihren Nationalfeiertag, den „Double tenth“, den doppelten Zehnten. Aus diesem Anlass weisen wir auf den Kinostart von „A Touch of Zen“ und „Dragon Inn“ in digitalisierter Fassung in ausgewählten Kinos hin. „Ein Hauch von Zen“ ist einer der einflussreichsten chinesischen Filme überhaupt.
Die Bezeichnung „der Kampfkunstfilm, der eine ganze Generation von Filmemachern inspirierte“, ist keine Übertreibung, sondern durchaus zutreffend.
„A Touch of Zen“ und „Dragon Inn“, zwei Klassiker des asiatischen Kinos von 1971 und 1967, feiern ihre Wiederaufführung, restauriert und 4K-remastered vom Taiwan- Filminstitut.
„A Touch of Zen“ und „Dragon Inn“ sind die ultimativen und für das Genre richtungsweisenden Martial-Arts-Filme und beeindrucken bis heute mit ihren poetischen Bildern und dramatischen Kampfchoreographien.

Sie gehören beide zum Wuxia-Genre. Das sind vereinfacht gesagt Kampfkunstfilme mit ritterlichen Helden, die das richtige tun.

„Dragon Inn“

– Im deutschsprachigen Raum bekannt unter dem Titel „Die Herberge zum Drachentor“, Originaltitel „Lóngmén Kèzhàn“, international auch „Dragon Gate Inn“. Lóngmén bedeutet Drachentor.
(Von dem Wort Tiananmen, Tor der Himmlischen Friedens, kennt man die Silbe ‚.men‘ bzw. das Wort ‚Men‘.
Long, der Drache, taucht unten in Mr. Long wieder auf, eigentlich: „Herr Drache“.)

Regie/ Drehbuch: King Hu

mit Feng Hsu (bzw. Hsu Feng), Lingfeng Shangguan, Chun Shih, Ying Bai

Republik China Taiwan 1967, Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmdtU), 111 Min.

Gedreht: 1966.

Inhalt: Nach einer erfolgreichen Intrige wird General Yu (sprich: Jü) von seinem politischen Gegner Obereunuch Zhao (sprich: Dschau) hingerichtet und seine Kinder aus China verbannt. Doch die Kinder des Generals sind dem Obereunuchen Zhao ein Dorn im Auge und daher setzt er alles daran, sie auf ihrem Weg ins Exil umzubringen. An der einsamen Herberge zum Drachentor legt er einen Hinterhalt. Doch die treuen Gefolgsleute des gemeuchelten Generals eilen den Kindern zur Hilfe. Es entfesselt sich ein Kampf um Leben und Tod.

„A Touch of Zen“ ( „Ein Hauch von Zen“, „Hsia-nǚ“)

– deutscher Titel „Ein Hauch von Zen“, Originaltitel „Hsia-nǚ“ („Xiánǚ“) wörtlich ‚ritterliche Heldin‘, wörtliche Übersetzung ins Englische: Hero woman “

Regie/ Drehbuch: King Hu
Das Drehbuch basiert von der Story her auf einer Geschichte von P’u Sung-ling (in anderer Umschrift Pu Songling, 1640-1715).
Darsteller: Feng Hsu, Shih Chun, Bai Ying, Tien Peng, Roy Chiao Hung
(Sprich: Feng Chü, e wie in ‚kommen‘ und ch wie in ‚ich‘.)

Republik China Taiwan 1971, Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmdtU), 180 Min.

Gedreht ab 1968, anderen Angaben zufolge ab 1969.

Der Film erschien in Taiwan zunächst in 2 Teilen, 1970 und 1971, zusammen mit 200 Minuten Dauer. Der erste Teil wurde schon gezeigt, als die Dreharbeiten am 2. Teil im vollen Gange waren. Ende 1971 wurde eine Fassung in einem Stück daraus für den Hongkonger Markt, sie hatte 187 Minuten.
Auf dem Filmfestival in Cannes lief der Streifen 1975 und gewann verdient und prompt einen Preis.

Inhalt: Die Geschichte handelt vom jungen Gelehrten Gu (sprich: Q, in anderer Umschrift Ku), der in der Nähe eines heruntergekommenen Herrenhauses lebt, das verflucht sein soll. Eines Tages begegnet er der mysteriösen Schönheit Yang, die sich im Herrenhaus versteckt. Die beiden kommen einander näher und nach einer leidenschaftlichen Nacht offenbart sie ihm, dass ihr Vater, ein ehrenhafter Offizier, vom machtvollen Eunuchen Wei (sprich: Wej) auf grausame Weise ermordet wurde. Wei und seine Männer sind ebenfalls auf der Suche nach ihr, mit einem einzigen Ziel: die Auslöschung ihrer gesamten Familie. Gu findet sich plötzlich inmitten von Yangs Überlebenskampf wieder, denn Wei ist den beiden dicht auf der Spur. Ein Kampf von epischen Ausmaßen zwischen Gut und Böse entbrennt.

Beide Filme im Verleih von Rapid Eye Movies.

Auch aktuell: Ausgezeichnete Filme aus Taiwan

Dass aus der Republik China, Entschuldigung, aus Taiwan nicht nur hervorragende Technik kommt wie die auf der IFA vorgestellte von der Firma Asus, sondern immer wieder auch gute und interessante Filme, zeigten in diesem Jahr die internationale Premiere von „Ri Chang Dui Hua (Small Talk)“ von Hui-chen Huang auf der Berlinale in der Reihe „Panorama Dokumente“ und weitere Berlinalefilme.

Im Wettbewerb der hochgelobte Spielfilm „Mr. Long“ (sprich : Lung) von Sabu (Monday, Ten no chasuke), eine Koproduktion von Japan, der Bundesrepublik Deutschland, Hongkong, China und Taiwan mit Chen Chang, Sho Aoyagi, Yiti Yao, Junyin Bai und anderen. In Berlin fand im Februar die Weltpremiere statt.

2016 lief im ersten Quartal auf der Berlinale und im Rahmen des Spotlights dann vom 21.-30. Oktober 2016 im Rahmen des 14. „Morelia International Film Festival“ in Mexiko, wo eine ganze Programmreihe den Internationalen Filmfestspielen Berlin gewidmet wurde, der Kurzfilm „Jin Zhi Xia Mao“ („Anchorage Prohibited“) von Wei Liang Chiang (Taiwan; Wei sprich Wej), der den Audi Short Film Award gewann.


Formosa, Taiwan und die Republik China

In den 40ern, 50ern und 60ern war der Begriff Formosa als Äquivalent von Taiwan, Republik China sehr verbreitet. Eigentlich können alle drei Begriffe synonym verwendet werden, doch warum die Veränderungen?
„Formosa“ ist ein portugiesisches Wort und drückt aus, wie toll die „Entdecker“ diese Insel fanden. Es ist eine Großinsel, das macht sie ums famoser. (Ilha formosa = die schöne Insel.)
Die Portugiesen waren hervorragende Seefahrer und unter den Kolonialmächten (Europas) die ersten, dadurch erhielten einige Orte an den Küsten der Welt portugiesische Namen, in China auch Macao, das als winzige Enklave, die imwesentlichen aus drei Inselchen bestand sogar Hongkong überlebte, lange nachdem Portugal Angola, Mosambik und andere Territorien aufgegeben hatte.

Taiwan ist ein Wort aus der chinesischen Sprache ( und bildlich lautet den Namen eines Ureinwohnervolkes, Tayowan, ab, das im Gebiet der heutigen Stadt Tainan im Süden der Insel wohnte, wo die Niederländer sich niedergelassen hatten. – Taiwan bedeutet nicht Terrassen-Bucht, das sind nur die Bedeutungen der sinnfreien phonetischen Wörter Tai und Wan zusammengenommen).
Es ist heute „pc“ (sprich „pih-ssi, alles andere ist nicht pc), also politisch korrekt, diesen Staat Taiwan zu nennen. Eine zeitlang sagte man auf englisch gern „Taiwan R.O.C.“, die Abkürzung für Republic of China. Ein bisschen versteckt wie das Kürzel „RSA“, wenn man es in Europa auf Obst fand, für Republik Südafrika, als seit den 70er Jahren die Apartheidspolitik langsam aber sicher weltweit nicht mehr haltbar wurde.
Doch was hat „Taiwan“ zu verstecken? So etwas wie die Apartheidspolitik? Nein, ganz und gar nicht. Taiwan hat ein anderes Problem – das andere China. Und das wurde seit Nixons Besuch Anfang der 70er und Kissingers detaillierter Umsetzung – oder war Kissinger der Initiator? – erst in den USA und dann international gesellschaftsfähig, Mao und die Kommunistische Partei hin oder her.
Die Bundesrepublik Deutschland, selbst erst seit 1973 in den UNO und seit 1990 souverän, spielte da mit, obwohl das Gesellschaftsystem der Volksrepublik China vom eigenem abwich und einem nicht genehm war. Doch wenn Washington mt Peking Beziehungen aufnahm, musste das richtig sein. Die Kommunisten im eigenen Land waren weiter verpönt und ihre Parteien verboten, die Beziehungen zu Peking trübte das nicht. Zweierlei Maß?

Die Politik bestimmt die Sprache mit, so heißt in Deutschland das Land heute amtlicherseits Taiwan, in der Schweiz heißt es amtlich Taiwan (Chinesisches Taipei). Zwischen der BRD und der Republik China gab es nie diplomatische Beziehungen, aber sehr gute wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen, die sich bis 1980 auch in Reisen niederschlugen. In den 80ern durften dann erst Gruppen, dann Rucksacktouristen in die Volksrepublik China. Heute besuchen die meisten Chinareisenden die Volksrepublik, aufgrund der Größe des Landes und der Kunstschätze durchaus verständlich.
Sowohl die VR China als auch die BRD und die DDR wurden 1949 gegründet, aber die Geschichte verlief in China prinzipiell anders.

Die Geschichte und die Anfänge der Republik

Als in China die Zöpfe fielen, war es mit dem Kaiserreich vorbei. Puyi war noch ein Kind, die Kaiserinwitwe die Zügel in der Hand, aber sie konnte sich mit und in dem halbkolonialen, halbfeudalen Land nicht mehr durchsetzen, aus dem die Kolonialmächte sich vor allem an der Küste leckere Stücke herausgeschnitten hatte. Franzosen, Briten, Engländer, Russen, Deutsche und andere.

Was auf das chinesische Kaiserreich, das etwa 5000 Jahre alt war, folgte, das war die REPUBLIK CHINA, auf chinesisch Zhōnghuá Mínguó, auf englisch Republic of China.
Die gibt es heute noch (!), so wie auch die Schweiz und England zwischen 1911 und heute mehr oder weniger in der gleich Form bestehen. Das so etwas geht, sind die Deutschen gar nicht mehr gewöhnt, die Russen auch nicht, die Österreicher schon überhaußt nicht. Dabei waren das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und das Zarenreich neben England und Frankreich die einzigen Weltmächte.

Die Republik China hatten im Inneren starke Probleme, Bürgerkrieg, Warlords und ab den 20ern die Kommunistische Partei. Die hatte jahrelang nur 100 und dann wenig hundert Mitglieder, wurde aber bald vom Staat auch militärisch bekämpft. Nach dem römischen Motto „Wehret den Anfängen“. Aus republikanischer Sicht zurecht, wie man heute sieht. Zur Republik China gehörte auch Tibet, die Mongolei konnte sich ob der Schwäche Pekings herauslösen genauso wie Tuwa in der geographischen Mitte Asiens, das eigentlich auch chinesisches Staatsgebiet ist.
Entscheidend ist nun, dass die Republikaner den Bürgerkrieg nach einem blutigen Zweiten Weltkrieg, der in Asien länger dauerte, nämlich von 1937-1945, verloren.
Die Landung und der Einmarsch Japans führten zwischen den verfeindeten Bürgerkriegsparteien der staatstreuen Republikaner und der Kommunisten, die an die Macht wollten, zu einem Burgfrieden.
Nach 1945 wurde der Bürgerkrieg, der Ende der Zwanziger begann und in den 30ern den berühmten „Langen Marsch“ einschloss, fortgesetzt. Er endete mit einem Sieg der Kommunisten, die aber nicht das gesamte chinesische Territorium unter Kontrolle hatten. Ihnen fehlte die Macht über das vorher schon gelöste Tuwa und die Mongolei benauso wie über Tibet, manche abgelegene Gebiete in den Bergen, wo kleine Völker lebten und über einige Inseln vor der südlichen Küste. Macao und Hongkong waren sowieso noch Kolonien und blieben es bis 1997 und 1999, dem Ablauf der Pachtverträge für das Hinterland der New Territories usw.
Wohin gingen die Republikaner? Zunächst einmal gingen sie nicht, sie flohen und flohen mit dem Schiff. Die größte der Inseln, die sie dauerhaft unter Kontrolle halten konnten, ist Taiwan (Formosa).

Taiwan, 1911 nicht Teil Chinas, 1912 nicht Teil der Republik China

Jetzt das Kuriose: Die Republik China, die sich von Sinkiang (und Tibet) bis ans Gelbe Meer, also den Stillen Ozean erstreckte, von Russland bis nach Vietnam, beherrschte Taiwan 1912 gar nicht.
Der Machtschwund im 19. Jahrhundert durch Kolonialismus, die Einfuhr von Drogen, „Kanonenbootdiplomatie“ und drei Opiumkriege hatte das Kaiserreich China so geschwächt, dass das erstarkte Japan, dass sich nach einer Zeit der Innenschau in dieser Zeit nach außen geöffnet hatte 1895 einen Krieg gegen China gewinnen konnte.
Beute: Die Ryukyu-Inseln und Taiwan. 50 Jahre land herrschten de Japaner auf Formosa, die alten Menschen sprechen immer noch japanisch. Erst die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki machten dem ein Ende.
Die Besiegung Japans durch Chinesen (mit einem hohen Blutzoll) und US-Amerikaner führte zum Wiederaufflammen des Bürgerkriegs, nachdem der äußere Feind auf seine Heimatinseln zurückgekehrt war.
Vier Jahre Kampf und am Ende gaben die Republikaner fast das gesamte chinesische Territorium auf. Zogen sich im Wesentlichen auf die Inseln Taiwan zurück. Als am 1. Oktober 1949 in Peking die kommunistische Volksrepublik China gegründet wurde, gab es zwei chinesische Staaten.

Sie haben bis heute Bestand.

Die Republik, die das Kaiserreich ablöste, befindet sich auf Land, das ihr 1912 vielleicht de jure gehörte, de facto jedenfalls nicht.

Heute ist dieses Land, sind diese Inseln die einzige Zuflucht.

Die 7. US-Flotte garantierte lange die Unversehrtheit der Republik China, in dem sie im Zweifel sich in die Taiwanstraße schieben konnte und zwischen die Kontrahenten.
Freilich gestaltet sich die Lage heute etwas anders. Das finanzkräftige Taiwan, die finanzkräftige Republik China mit ihren großen Währungsreserven investiert seit langem nicht nur in Hongkong, sondern auch auf dem Festland in Unternehmen, die ihren Sitz in der Volksrepublik China haben. Auch haben die Wahlen der vergangenen Jahrzehnte unterschiedliche Ergebnisse gebracht. Die Macht der Kuomindang, der Staatspartei Sun Yatsens und Tschiang Kaischeks, ist nicht mehr dieselbe.
Schön dass auch in gute Filme investiert wird und nicht nur in Waffen.

Hsu Feng – Geschichte (in) einer Person

Wie sich die Geschichte Chinas in einer Person abbildet, zeigt das Beispiel der Schauspielerin Feng Hsu bzw. Hsu Feng (Xu Feng) „aus Taiwan“. 1950 wurde sie auf der Insel geboren, ein Jahr, nachdem die letzten Truppen und Republikchinesen vom Festland geflohen waren.
Ihr Vater stammte aus Fujian, einer Küstenprovinz auf dem Festland, ihre Mutter aus der Mandschurei, das heute im Nordosten Chinas liegt, lange Zeit japanisch besetzt war bzw. ein eigener (Marionetten-)Staat unter dem letzten Kaiser Chinas, Pu Yi, mit dem Namen Manschukuo.
Sie war also keine „Taiwanesin“, wie das heute genannt wird. Sie ist Chinesin, wie Millionen anderer, die nach 1945 auf die Insel kamen. Taiwanesen sind im engeren Sinne nur die Ureinwohner.




Alexander Onyschtschenko

Ich wurde aus einem korrupten Land verbannt. Jetzt will ich Präsident werden, damit ich 20.000 Bürokraten feuern kann

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Als ich 2016 wegen den Todesdrohungen und der politischen Verfolgung in der Ukraine das Land verlassen musste, erfuhr ich, dass die meisten im Westen viel über die Welt wissen aber immer noch sehr wenig über die Ukraine. Wir erreichten 1991 unsere Unabhängigkeit, aber 26 Jahre und zwei Revolutionen später ist das Land immer noch in den Händen einer Gruppe von korrupten Regierungsbeamten und einer mächtigen Agentur namens The National Anti-Corruption Bureau of Ukraine (NABU), welche unter einer falschen Antikorruptionsflagge segeln. Diese beiden Kräfte sind in der Ukraine im Besitz der Macht.

Warum ist das für die USA und ihre Verbündeten von Bedeutung? Erstens sind wir wegen unserer Lage von strategischem Interesse für den Westen. Zweitens, und vielleicht gerade zur rechten Zeit für die USA bilden wir eine Fallstudie, wie Mittel – beispielsweise auch internationales Hilfsgeld – ausgeliehen an ausländische Regierungen, so eine „Korruptionsmaschine“ bestens am Leben und am Laufen halten.

Als ich las, dass die Ukraine-Führung in die USA-Präsidentenwahl eingriff und versuchte, Schlüsselpersonen in Trump’s Wahlkampf zu untergraben, sah es mir allzu vertraut aus. Um an der Macht zu bleiben, koordinierte Präsident Poroschenko ja die Verbreitung sensibler Materialien und Dokumente und versuchte, die Führung des Trump-Wahlteams zu diskreditieren. In diesem Moment war der einzige Unterschied, den ich zwischen dem politischen Klima in meinem Land und ihrem unterscheiden konnte, Größe, Sprache und Macht.

Sie sehen, das ist, was die gegenwärtige Verwaltung dieses Landes mit seinem nationalen Anti-Korruptionsbüro der Ukraine (NABU) tut. In meiner Erfahrung, schüchtern sie ein, sie hacken und sie verewigen Instabilität, fälschen Dokumente um ihre Macht zu verlängern und ihre Positionen zu stärken. Und sie machen es sequentiell.

Mein eigenes E-Mail-Konto und Mobiltelefon wurden mehrmals gehackt.

Ich habe in der Ukraine eine Erdgasfirma übernommen, die 2010 niemand anfassen wollte. Sie bestand aus ein paar verlassenen Erdgasquellen und ein paar Tonnen rostiges Metall. In 2016 verhaftete die NABU die Führung meines Unternehmens – 10 Personen (einige dieser Leute waren gar nicht Teil meiner Firma).

Sie haben mich und diese Gruppe von unschuldigen, fleißigen und talentierten Leuten angeklagt. Einer der Anklagepunkte basiert auf einer SMS-Nachricht zwischen meinem ehemaligen Anwalt und jemand, den ich nicht kenne. Offensichtlich würde dieser Ansatz für sie hier nicht funktionieren, weil die Justizbehörde in der USA Richter, Gerichte oder Strafverfolgungsbehörden nicht kontrolliert, aber in meinem Land ist es eine andere Geschichte.

Das sind gefährliche Zeiten für Freiheit und gegenteilige Meinung in meinem Land. Eine Sonderstaatsanwaltschaft dient dazu den Fall einzuleiten und Menschen zu verhaften. Dabei nutzt NABU Pocket-Richter, um die Gerichtsentscheidungen zu bekommen, die sie brauchen. Der Fall Bobrovnik ist nur ein Beispiel von vielen.

Und ich bin nicht allein der Verfolgung ausgesetzt. Mittlerweile sind alle erfolgreichen Geschäftsleute welche die Opposition unterstützten oder ihre eigene politische Inspiration hatten, entweder mit fiktiven Verbrechen belegt worden oder mussten unfreiwillige Unterstützer des Poroschenko-Regimes werden.

Zwei Beispiele: Die ehemalige Ministerpräsidentin und politische Gefangene Julia Timoschenko arbeitet unter der Androhung einer Gefängnisstrafe, welche auf fiktive Anklagen beruht. Mikheil Saakaschwili, dem ehemaligen Gouverneurs der Region Odessa, wurde die Staatsbürgerschaft entzogen als er außer Landes war. Wie kann die NABU, die Korruption bekämpfen soll, gegenüber der Bestechungen und der massiven Korruption, welche unser politisches System aufzehren, ein Auge zudrücken?

Nun, angesichts der Vorwürfe, dass die Ukraine sich in die Wahl der USA einmischte, um an der Macht zu bleiben, muss die Kommission, die die russische Beteiligung an der Wahl 2016 untersucht, auch die vermutete Rolle von Präsident Poroschenko und NABU dabei unter die Lupe nehmen.

Ich beschloss, für das Amt des Präsidenten der Ukraine aus zwei einfachen Gründen zu kandidieren. Der derzeitige Präsident hatte das Vertrauen der meisten Bürger verloren. In der Tat, mehr als die Hälfte der Ukrainer leben in Armut, und nicht einmal 2% sagen, sie vertrauen Präsidenten Poroschenko. Mein zweiter Grund ist, dass ich davon überzeugt bin, dass die frühen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen dazu beitragen werden, die Beseitigung der Opposition und ihrer Anhänger zu stoppen.

Mein Traum ist es, diese Wahl zu gewinnen, die Institution des Präsidentenbüros loszuwerden, 20.000 Bürokraten sowie 24 Gouverneure zu feuern, und am folgenden Tag zurück zu treten. Die Leute der Ukraine sollten ein Referendum erstellen, wie sie planen, das Land vorwärts zu bringen.

Die Ukraine sollte inzwischen ein Motor der wirtschaftlichen Erholung und des Wachstums in Europa geworden sein, mit ihren qualifizierten Arbeitskräften, brillantem wissenschaftlichen Geist und mit dem Potenzial einer der besten landwirtschaftlichen Investmentmärkte weltweit.

Wir brauchen die Hilfe unserer Freunde und Partner, um dieses widersprüchliche und korrupte Regime zu stoppen, bevor es noch schlimmer wütet in der Ukraine.




In der Schwangeren Auster ist das Haus der Kulturen der Welt untergebracht.

Ficken oder Forecast Festival

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). In der Schwangeren Auster im Berlin Tiergarten direkt an der Spree, findet in einigen Tagen das Forecast Festival statt. Dann präsentieren sich die Eingeladenen mit „wegweisende Ideen“. Oder auch nicht.

Jedenfalls soll aus dem Haus der Kulturen der Welt eine internationale Plattform werden, obwohl in englischer Sprache geredet werden soll. Deutsch ist denen wohl zu doof?! Gerne können die daher ohne mich „Eintauchen in sechs zukunftsweisende Projekte“ und Besucher beobachten, „was passiert, wenn sechs wegweisende Talente mit der Unterstützung von sechs führenden Mentoren die Grenzen zwischen Disziplinen verschieben“, wie es heute auf der Heimatseite des eingetragenen Vereins FORECAST – Skills heißt.

Laut Pressemitteilung vom 27.9.2017, würden „das Festivalprogramm … vielfältig“ sein und „von strahlungsabweisenden Möbeln bis zu Musik, die über die Nerven im Rücken spürbar wird, von einer Anleitung zum Aufstand gegen Polizeiformationen bis zu Pullovern, die von Algorithmen gestrickt werden“, reichen. Mir reicht schon die Pressemitteilung, um auf Abstand zu bleiben.

Und wer sich diese Leute von den Talenten über die Mentoren und Kuratoren bis hin zu den Schirherren anschaut, dem wird schon vorher übel, der will alles andere als „die Zukunft ertasten“. Was für ein Hirnfick!

Denn schon lieber auch am Freitag, den 20. Oktober, ab 18 Uhr, und am Samstag, den 21. Oktober, ab 16 Uhr, richtig ficken.




Kate Tempest will wegen Drohmails nicht in Berlin singen und sagt Konzert ab

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Statt am 6. Oktober 2017 im Hangar 5, einer Außenstelle der Berliner Volksbühne, zu singen, sagte Lyrikerin und Raperin Kate Tempest ab.

Die Berliner Volksbühne teilte in einer Pressemitteilung vom 20.9.2017 mit, dass „Ihr Management ATC in London … die Absage mit Drohungen gegen ihre Person“ begründet habe und zitiert wie folgt: „We have continued to receive personal threats via email and over social media and this is not a conducive environment in which to present our concert. Kate does not want to perform in such an aggressive atmosphere and I do not want to take a further risk with her mental health or potentially our team’s safety“.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung der Volksbühne, dass Kate Tempest „im Zuge der Boykottaufrufe der BDS-Bewegung („Boycott, Divestment and Sanctions“) gegen das Berliner „Pop-Kultur“-Festival im August … in mehreren Presseartikeln als Unterstützerin dieser Bewegung genannt“ wurde, „weil sie sich 2015 zusammen mit 1.220 weiteren britischen Künstler*innen dazu bekannte, aus Solidarität mit den Palästinensern keine professionellen Engagements in Israel anzunehmen („Artists for Palestine“).“ Im Kulturexpresso berichtete ich im Beitrag „Das Festival Pop-Kultur und Der Boykott gegen die Besatzung“ (22.8.2017) darüber und auch, dass „Klaus Lederer, ein linker Lump, der vom Rostkehlchen über Quasselbuden des Kapitals bis in Staatsdienste flatterte“, … „zum Fernbleiben arabischer Musiker vom Festival ‚Pop-Kultur'“ erklärte, „dass er den Boykott ‚widerlich‘ findet und enttäuscht sei, wenn ‚Boykottaufrufe, Unwahrheiten und – anders kann ich es nicht nennen – Hass die Vorbereitungen auf das Festival beeinträchtigen'“. Dazu kommentierte ich: „Widerlich ist nicht nur Lederer, widerlich ist die seit 50 Jahren währende Unterwerfung des palästinensischen Volkes von und mit Israel.“

„Die israelische Regierung ist nicht die einzige Stimme des Judentums“

Kate Tempest sieht das nicht anders und teilte auf Facebook (https://www.facebook.com/katetempest/, 20.9.2017) mit: „Ich bin auf die Debatte in den deutschen Medien und den sozialen Netzwerken bezüglich meines geplanten Auftritts in Berlin aufmerksam geworden. Ich möchte klarstellen, dass ich über die Handlungen der israelischen Regierung gegen die palästinensische Bevölkerung entsetzt bin. Ich habe lange darüber nachgedacht und mich, gemeinsam mit vielen anderen Künstlerinnen und Künstlern, die ich respektiere, als Akt des Protestes dem kulturellen Boykott angeschlossen. Ich bin eine Person jüdischer Abstammung und zutiefst von den Vorwürfen, ich würde eine antisemitische Organisation unterstützen, verletzt. Die israelische Regierung ist nicht die einzige Stimme des Judentums. Dieser Auftritt war dazu gedacht, darauf aufmerksam zu machen, welchen Horror Migrantinnen und Migranten auf der Suche nach einem besseren Leben durchmachen müssen und Solidarität mit ihnen als Menschen zu zeigen und ich bin darüber enttäuscht, dass daraus ein politischer Spielball gemacht wurde. Ich bedauere, dass ich den Auftritt abgesagt habe, aber ich hatte das Gefühl, dass es weder ein angemessener noch ein sicherer Rahmen für mich wäre, meine Kunst zu präsentieren – ich hoffe das in Deutschland zeitnah wieder tun zu können. Ich bin dankbar für die Unterstützung des Teams der Berliner Volksbühne und wünsche ihnen nur das Beste.“

Nicht nur Tempest bedauern ihre Absage, auch Chris Dercon, der nach Frank Castorf neuer Intendant der Berliner Volksbühne ist. Laut Pressemitteilung der Volksbühne vom 20.9.2017 soll er gesagt oder geschrieben haben: „Ich bedauere es sehr, dass Kate Tempest sich entschieden hat, nicht in Berlin aufzutreten. Das ist eine riesige Enttäuschung für uns und die vielen Besucher, die sich auf das Konzert gefreut haben. Obwohl ich ihr Unwohlsein in dieser Situation verstehen kann, hätte ich mir gewünscht, dass sich die Künstlerin für einen Dialog mit ihrem Publikum geöffnet hätte. Dafür machen wir Kunst“.

Wer Tempest nun in Berlin nicht hören und sehen kann, der darf den Debütroman „Hold Your Own“ (deutsch: „Worauf du dich verlassen kannst“) lesen und erfahren, was die Autorin über das laut Verlag „finstere, schlagende Herz der Metropolen“ – wie Berlin, in dem Lumpen wie Lederer leben -, „das im alles überdauernden Takt von Drogen, Begehren und Freundschaft schlägt“, schreibt.




Alexander Onyschtschenko

Oleksandr Onyschtschenko, Kandidat für das Amt des Präsidenten der Ukraine – Im Gespräch mit dem ukrainischen Exil-Politiker

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Oleksandr Onyschtschenko will für das Amt des Präsidenten der Ukraine kandidieren. Doch er wurde gezwungen, die Ukraine zu verlassen, nachdem er als klarer Befürworter der Opposition ins Rampenlicht geriet. Anklagen und Haftbefehle wurden erhoben und erlassen als Ergebnis der Auswertung von Audiodateien, die angeblich enthüllten, dass umfangreiche Korruption im inneren Kreis rund um den amtierenden Präsidenten Petro Poroschenko bestand.

Korruption unter Petro Poroschenko

Zweifellos behindert in der Ukraine eine gigantische Korruption das Wachstum und die Erholung des Landes nach der Abspaltung der Krim und der Oblaste Donezk und Lugansk sowie dem Krieg im Donbass. Zehntausende Tote und Verletzte werden in der Ukraine beklagt, die laut Internationalem Korruptionsindex für 2016, der von Transparency International erhoben wird, auf dem letzten Platz aller Länder Europas rangiert. Misswirtschaft und Korruption haben letztendlich nicht nur die ukrainische Währung instabil werden lassen, sondern höhlen die sozialen Sicherungssysteme aus.

Der Internationale Währungsfonds weigerte sich deshalb kürzlich, eine Tranche des Beihilfepakets in Höhe von 17,5 Milliarden Dollar freizugeben, solange nicht mehr gegen die Korruption unternommen werde. Was aber tun, wenn der Fisch vom Kopfe stinkt? Poroschenko gilt vielen Kritikern als Problem und nicht als Lösung.

Zur Person Oleksandr Onyshchenko

Als einer der Ukrainer, die bereits eine bedeutende Lebensleistung vorweisen können, hat Oleksandr Onyschtschenko – ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen für ihn – den Finger auf diese offene Wunde der Gesellschaft gelegt.

Werfen wir einen Blick in seine Vita. Onyschtschenko absolvierte zuerst die Militärhochschule in Charkow und qualifizierte sich dann als Militäroffizier mit fundierten Deutschkenntnissen. Von 2005 bis 2008 studierte er am Institut für Volkswirtschaft und Wirtschaft der Nationalen Transportuniversität mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre. Er arbeitete früh als stellvertretender Vorsitzender der Kiewer Dnjepr-Bezirksabteilung der Union der Veteranen des Krieges in Afghanistan (1992-97), war Vizepräsident des Reiterverbandes der Ukraine (1998-2002) und Präsident der Reiter-Föderation der Ukraine (2002-07 und 2008-13). Er war Assistent des Ministers für das ukrainische Ministerium für Notfälle (2007), Berater des Ministers für Notfälle der Ukraine (2010) und Direktor eines Erdgasunternehmens in der Ukraine (2010-12).

Weiterhin war er Mitglied des Kiewer Landesrat (2010-12), Parlamentsmitglied (2012-14) und als solcher stellvertretender Vorsitzender vom Parlamentsausschuss für die Bereiche Brennstoffe und Energie sowie Nuklearpolitik und nukleare Sicherheit.

Oleksandr Onyschtschenko wurde laut Wikipedia am 31. März 1969 in Matwejew Kurgan im Oblast Rostow geboren. Er war ab 2014 Mitglied der Gruppe „Wolja Narodu“ (Freiheit des Volkes) der Rada, dem Parlament der Ukraine. Zuvor in seiner ersten Amtszeit von 2012 bis 2014 war er Mitglied der Fraktion „Wirtschaftliche Entwicklung“, gehörte jedoch der „Partei der Regionen“ an. Im Juni 2016 wurde aufgrund eines Korruptionsverdachts gegen Onyschtschenko dessen Immunität aufgehoben. Er ging ins Exil und beantragte 2016 im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland Asyl. Er will Petro Poroschenko 2019 beerben.

Im Gespräch mit Oleksandr Onyshchenko

L. Todd Wood von der „Washington Times“ hatte nun die Gelegenheit, Oleksandr Onyschtschenko Fragen über seine Situation und zukünftigen Pläne vorzulegen. WELTEXPRESS veröffentlicht im Folgenden die gestellten Fragen und Oleksandr Onyschtschenkos Antworten als eigene Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche:

Wood: Herr Onyschtschenko, wir hörten, dass Sie planen, sich 2019 aufstellen zu lassen. Ich habe die neuesten politischen Aktivitäten in der Ukraine beobachtet, und dabei die meiste Aufmerksamkeit auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl gerichtet. Im Gegensatz zu vielen politischen sogenannten Experten, die der Meinung sind, die Kampagne begann mit Präsident Poroschenkos Angriff auf Michail Saakaschwili, begann sie doch, so sehe ich es, als Poroschenko und sein Team auf ihre Mittel zugreifen wollten, darunter eines der erfolgreichsten ukrainischen Unternehmen?

Onyschtschenko: Ja, ich habe mich entschlossen, für das Amt des Präsidenten ins Rennen zu gehen. Ihr Verständnis der Situation, Herr Wood, ist korrekt. Poroschenko sieht mich als einen starken politischen und wirtschaftlichen Gegner an. So war sein erstes Ziel, mich und der Opposition der finanziellen Ressourcen zu berauben und mich zu zwingen, mein Heimatland zu verlassen.

Präsident Petro Poroschenkos Verwaltung wird immer autoritärer, monopolisiert die Macht und unterdrückt seine Gegner. Eine Bank, die zu Poroschenko gehört, hat ihre Einnahmen verdreifacht, und dies geschieht in einer Zeit, in der die Ukraine mit der schlimmsten Wirtschaftskrise konfrontiert ist und das Einkommensniveau der Bevölkerung schlagartig abfällt.

In Kiew sagen Menschen in der Nähe der Macht oft, dass Poroschenko und sein innerer Kreis sehr gierig sind. Natürlich wollten sie immer mein Vermögen übernehmen. Ich habe diese Firmen von Grund auf neu erstellt. 2009/10 übernahm ich verlassene Erdölquellen und investierte in sie. Der Präsident und sein Kreis beschlossen, diese Vermögenswerte zu übernehmen, als sie gut strukturierte, einkommensschaffende Unternehmen wurden. 2009/10 wollte niemand die Erdölquellen, die ich entwickelte.

Wood: Die ehemalige Premierministerin und politische Gefangene Julia Timoschenko fragte sich welche Motive hinter diesem Angriff steckten. Was war Interpols Reaktion, als die ukrainische Regierung sie bat, eine „red notice“ gegen Sie und Ihre 72-jährige Mutter zu erteilen?

Onyschtschenko: Frau Timoschenko hatte Recht. Sie kennt Poroschenkos Stil. So versteht sie sein Motiv. Sie beschrieb den Angriff auf mich als eine „feindliche Übernahme des Unternehmens … Wir sind wieder bei aggressiven Corporate Raid-Aktivitäten wie unter Janukowitsch. Sie nahmen Onyschtschenkos Geschäfte mit Gewalt an sich.“

Was Interpol betrifft, so sind beide Anträge auf „red notice“ nach einer absichtlichen Überprüfung durch die Kommission zur Kontrolle der Interpol-Dateien abgelehnt worden. Interpols Generalsekretariat hat das Nationale Büro aufgefordert, ihre Daten in Bezug auf meine Mutter und mich zu aktualisieren (so dass der ukrainische Haftbefehl ignoriert würde).

Sie sollten auch nicht vergessen, dass die deutsche Justiz auch meinen Fall überprüft hat. Das Oberlandesgericht Koblenz prüfte den Haftbefehl und hielt ihn für rechtswidrig. Die Anklage, dass ich Summen von „UkrGasVydobuvannya“, der staatlichen Gasgesellschaft, veruntreut habe ist unbegründet. Ebenfalls wurde nicht bewiesen, dass Onyschtschenko an irgendeinem konkreten Betrugsdelikt beteiligt war, die von Dritten begangen wurde.

Was andere Straftaten in Bezug auf rechtswidrige Aneignung, Betrug, Geldwäsche und Annahme von Bestechungsgeldern betrifft, so stellt das Oberlandesgericht Koblenz fest, dass die Ukraine Tatbestände, welche diesen Anschuldigungen zugrunde liegen, nicht hinreichend detailliert darlegt.

Wood: Ermittler gegen Sie haben zehn Personen verhaftet, 39 Bankkonten, Immobilien und Ihr Firmenvermögen beschlagnahmt. Wie weit ist die Untersuchung seither fortgeschritten?

Onyschtschenko: Nachdem Generalstaatsanwalt Yuri Lutsenko die Entscheidung des Parlaments erhielt, meine Immunität aufzuheben, wurde nichts getan. Ermittler archivierten Papierkram, womit keine Fakten geklärt und keine Beweise für angebliche Verbrechen vorgelegt werden. Die Ermittler haben keinen klaren Plan, wie sie mit dem Fall umgehen können. Die Akten zum Fall enthalten viele zweifelhafte und nutzlose Dokumente.

Darüber hinaus habe ich den Eindruck, dass es für die Ermittler wichtiger ist, Menschen zu verhaften, anstatt Wahrheit in die Untersuchung zu bringen. Wenn ich die Situation mit diesen ganzen Verhaftungen analysiere, sehe ich keine Gründe für Inhaftierungen – die Menschen verschwinden ja nicht, sie sind in Kontakt mit Ermittlern und dem Gericht. Die Leute wurden einfach ins Gefängnis geworfen für mehr als ein Jahr ohne vernünftige Gründe und ohne Beweise. Diese Verhaftungen wurden mit dem Ziel durchgeführt, die Aktivitäten von Unternehmen einzufrieren und deren Geschäfte zu blockieren und zu zerstören. Seit dem Augenblick, in dem meine parlamentarische Immunität aufgehoben wurde, kam nichts in dem Fall auf, bis auf eine Sache: Sie haben ihr Ziel erreicht, mich aus dem Land zu drängen und mein Geschäft zu zerstören.

Wood: Erwarten Sie irgendwelche zusätzlichen Anklagen nach offizieller Ankündigung Ihrer Präsidentschafts-Ambitionen?

Onyschtschenko: Ich werde überrascht sein, wenn es keine neuen Anklagen gibt, nachdem ich meine Entscheidung bekannt gegeben habe, für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. Im vergangenen Jahr hielt der Sicherheitsdienst der Ukraine eine spezielle Pressekonferenz ab in der sie versuchten mich als Verräter am Staat darzustellen. Der einzige Beweis für eine so ernsthafte Anklage war ein Nachrichtenaustausch zwischen meinem ehemaligen Anwalt und einer anderen unbekannten Person. Das ist die traurige Wahrheit, wie tief der ukrainische Staat bei der Belästigung von Whistleblowern und politischen Gegnern sinken kann. In der Tat ist kriminelle Verfolgung die einzige Art, wie die gegenwärtige Regierung ihre politischen Gegner bekämpft. Wie ich in meinem Interview 2016 sagte, werden die meisten Kandidaten bis zum Zeitpunkt der Wahl mindestens einer Straftat beschuldigt – womit der Weg für Poroschenko geebnet wird.

Wood: Was ist Ihr Wirtschaftsprogramm?

Onyschtschenko: Ich bin in Gesprächen mit führenden Ökonomen, ehemaligen hochrangigen, mit der Durchsetzung wirtschaftlicher Ziele betrauter Personen, mit Anti-Korruption und Compliance-Spezialisten, wie die ukrainische Wirtschaft erneut zu beleben ist. Wir werden einen Plan entwerfen, den ich vorstellen werde.

* * *

Hier der Link zur Quelle, zum Originalbeitrag von L. Todd Wood mit dem Titel „Q&A with exiled Ukrainian Oleksandr Onyshchenko“. Die Erstveröffentlichung des Beitrags erfolgt am 14. September 2017 im WELTEXPRESS.




Biowaffentests? – Was passiert im Auftrag des Pentagon in der Ukraine?

Berlin, Deutschland, Kiew, Ukraine (Kulturexpresso). USA und Ukraine, Politik und Pentagon, Waffen, Biowaffen und Tests. Diese und weitere Stichworte beim Überfliegen eines Beitrags im „Business Standard“ lassen aufhorchen. Der Artikel unter der Überschrift „Ukraine ein ‚Feld‘ für biologische Tests des Pentagon: Hackergruppe CyberBerkut“ (englischer Originaltitel „Ukraine a ‚field‘ for Pentagon’s biological tests: Hacker group CyberBerkut“) hat es in sich.

Ukrainer als Versuchskaninchen?

In diesem Beitrag im „Business Standard“ vom 25. August 2017 steht, dass die ukrainische Hackergruppe CyberBerkut behaupte, „dass ein Netzwerk von biologischen Laboratorien in der Ukraine unter der Kontrolle der USA geheime Experimente durchführt“ und das zweitgrößte Land Europas für die Feldforschung des Pentagon diene. 40 Millionen Ukrainer als Versuchskaninchen? Wer denkt sich so etwas aus?

Die Antwort von CyberBerkut ist unmissverständlich: das Pentagon. In dem Pentagon genannten gigantischen Fünfeck ist das Hauptquartier des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums untergebracht. Dieses lasse also in der Ukraine „biologische Versuche“ durchführen. Der Vorwurf wiegt schwer.

In der englischsprachigen Fassung werden auf CyberBerkut in einem Beitrag vom 23.8.2017 unter dem Titel „Ukraine a ‚field‘ for Pentagon’s biological tests“ Ross und Reiter genannt, Namen veröffentlicht und Gesichter gezeigt und Dokumente präsentiert, auf die sich der Beitrag im „Standard Business“ zwei Tage später bezieht.
„Laut CyberBerkut konnte … ‚die Organisationsstruktur‘ hinter den biologischen Experimente der USA in der Ukraine aufdeckt“ werden, heißt es in dem Beitrag, in dem CyberBerkut dahingehend zitiert wird, dass es „in jüngster Zeit Ausbrüche von Krankheiten“ gegeben habe, „die für unser Land selten“ seien. Das werde derzeit im Internet diskutiert. Demnach würden viele Ukrainer glauben, dass sie durch geheime Experimente mit pathogenen Mikroorganismen infiziert worden seien. Hinter diesen Experimenten sollen US-Biologischen Labore stecken, die es in verschiedenen Städten der Ukraine gibt. Diese wiederum würden von den USA finanziert werden, angeblich mit dem Zweck der Verringerung von biologischen Bedrohungen“.

Doch die Zahl der biologischen Bedrohungen habe sich nach dem Bau der Einrichtungen „vervielfacht“.

Fahrlässigkeit oder Vorsätzlichkeit

In dem Beitrag werden Fahrlässigkeit und Vorsätzlichkeit abgewogen. „Die Epidemien seltener Krankheiten, die die Ukraine in den letzten Jahren erschüttert haben, können durch Lecks in diesen Laboratorien verursacht worden sein. Allerdings scheint diese Option angesichts der hohen Fähigkeiten US-amerikanischer Spezialisten sehr unwahrscheinlich zu sein. Wahrscheinlich wurden diese Infektionen absichtlich zerstreut und waren ein Teil der Prüfung von Kampfvirus-Modifikationen für die Zwecke ihrer Prüfung und Verbesserung.“ Das behaupte CyberBerkut, heißt es. Dann wird darauf hingewiesen, dass diese Organisation „die ukrainische Regierung beschuldigt, das Internationale Übereinkommen über das Verbot biologischer Waffen zu ignorieren, was zu dem Verlust der Souveränität des Landes im Bereich der biologischen Sicherheit führte“.

CyberBerkut wird wie folgt zitiert: „Unter Beihilfe von Washington mache die ukrainischen Behörden das Land zu einem Testfeld für tödliche Waffen, die das Überleben der ganzen Nation gefährdet, sowie das unserer europäischen Nachbarn.“

Als Beleg werden „mehrere Ausbrüchen von Masern“ genannt und eine unbekannte Darminfektion, die im vergangenen Jahr in Izmail im Südosten der Ukraine ausbracht. Von „Ausbrüchen von Schweinegrippe, Botulismus, Leptospirose und anderen Infektionen“ ist die Rede.

Im Originaldokument auf CyberBerkut vom 23. August 2017 lesen wir, dass Washington „seit 2009 … mindestens 15 Einrichtungen“ gegen biologische Bedrohungen in der Ukraine finanzierte.

CyberBerkut behauptet, dass in diesen Einrichtungen überwiegend Ukrainer arbeiten würden, diese aber keinen Zugang zu den gefährlichen Viren und Bakterien hätten. Wer aber hat Zugang zu den Pathogenen, zu den gefährlichen Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Einzeller) und Viren?

Wir dokumentieren im Folgenden CyberBerkut:

CyberBerkut hat die Organisationsstruktur der Aktivitäten der U.S. Special Services in der Ukraine enttarnt.

Die Labore operieren, wie offiziell mitgeteilt wird, unter Aufsicht des ukrainischen Gesundheitsministerium, was offensichtlich nur eine Formalität und in Rechnung stellt, dass seit dem 1. August 2016 die Abteilung von Ulyana Suprun, einem amerikanischen Staatsbürger und Maidan-Aktivisten geleitet wird. In Wirklichkeit werden die geheimen Studien über biologische Substanzen vom Pentagon geleitet.

Dies sind die Defense Intelligence Agency und ihre Komponente, das National Center for Medical Intelligence, welche amerikanische geheime biologische Projekte in den USA anleiten. Letzteres befindet sich in Fort Detrick, Maryland.

Die biologischen Projekte des DIA im Ausland und ganz Besonders in der Ukraine werden unter dem Deckmantel der Regierungsstellen und Handelsorganisationen durchgeführt.

Die Defense Threat Reduction Agency des Pentagon beaufsichtigt Bau und Wartung der Labore. Kevin Garrett ist verantwortlich für die ukrainische Einheit im DTRA-Hauptquartier. Die Interessen der Agentur in der Ukraine werden von Joanna L. Wintrol, einer Mitarbeiterin der US-Botschafter, vertreten. Die Arbeit der amerikanischen Spezialisten an den klassifizierten Abschnitten der biologischen Labore wird von Miles Dudley, dem Beamten der politischen Abteilung der US-amerikanischen Botschaft und DIA-Offizier, betreut.

Für die kommerzielle Sphäre wird die geheimdienstliche Beteiligung von Black & Veatch Special Projects Corp, einem Generalunternehmer für Bau, Ausrüstung und weitere Wartung der Labore, einschließlich biologischer Forschungen, abgedeckt. Die ukrainische Firma Metabiota ist ein Subunternehmer. Es befindet sich im selben Büro wie Black & Veatch obwohl es einen unabhängigen juristischen Status hat.

Die Struktur der US-militärischen biologischen Aktivität in der Ukraine kann wie folgt dargestellt werden:

Quelle: CyberBerkut

Eine Reihe von Nichtregierungsorganisationen, darunter das Wissenschafts- und Technologiezentrum in der Ukraine (STCU) und das NGO International HIV / AIDS und Tuberkulose-Institut (IHATI), repräsentieren die ukrainische Seite bei der Koordinierung von geheimen biologischen Experimenten. Trotz einer ukrainischen Registrierung, scheinen beide Institutionen nur ukrainisch zu sein.

USTC ist eine internationale zwischenstaatliche Organisation, die sich mit der Verteilung von amerikanischem Geld beschäftigt und geheime Programme finanziert. Offiziell werden die Mittel für Stipendien und Sponsoring ausgegeben. Das Zentrum wird von Curtis M. Bjelajac, dem Vertreter der U.S. Sonderdienste, geleitet.

Das Internationale HIV / AIDS- und Tuberkulose-Institut wird von Eliot J. Pearlman, dem ehemaligen Militärarzt und Virenspezialisten, geleitet, der 1991 von der Defense Intelligence Agency in die Ukraine geschickt wurde.

Pearlman’s Institute ist ein Mittler bei der Finanzierung und Koordination von Sonderprojekten für die Entwicklung der biologischen Waffen. Durch dieses Institut werden insbesondere die Einzahlungen aus dem Ausland durchgeführt.

Um diese Aktivität zu decken, organisiert Pearlman Konferenzen und Seminare zu HIV / AIDS-Themen und verteilt kleine Stipendien zugunsten des Verteidigungsministeriums der Ukraine.

Der Bericht über eine solche Veranstaltung, die CyberBerkut aus der persönlichen E-Mail-Korrespondenz von Dr. Pearlman erhielt, zeigt eindeutig seine tiefe Einbindung in die militärischen biologischen Aktivitäten in der Ukraine als Mitarbeiter der Defence Intelligence Agency.

Quelle: CyberBerkut

Eine weitere ähnliche Veranstaltung fand am 24.-25. Mai 2017 in Kiew statt. Der Leiter der Sanitären Epidemiologischen Abteilung des Verteidigungsministeriums der Ukraine Major Sergey Litovka und die Offiziere des medizinischen Dienstes Colonel Petrenko, Colonel Dyaduk, Major Kozhuchko wie weitere Personen nahmen an der Konferenz teil.

Quelle: CyberBerkut

Das Institut deckt seine Arbeit mit medizinischen Geräten und Kontrazeptiva für die Prävention von HIV / AIDS in der Armee.

Quelle: CyberBerkut

Die Epidemien von seltenen Krankheiten, welche die Ukraine in den letzten Jahren erschüttert haben, könnten durch Leaks aus diesen Laboratorien verursacht worden sein. Allerdings scheint diese Option sehr unwahrscheinlich angesichts des Fachwissens der amerikanischen Spezialisten. Wahrscheinlich wurden diese Infektionen absichtlich verteilt und waren Teil der Tests von Modifikationen der Kampfviren mit dem Ziel ihrer Prüfung und Verbesserung.

Die Regierung der Ukraine ignoriert das internationale Übereinkommen über das Verbot biologischer Waffen. Es weigerte sich freiwillig, gefährliche Forschungen zu kontrollieren. Anscheinend hat dies bereits zu dem Verlust der Souveränität des Landes im Bereich der biologischen Sicherheit geführt. So machen die ukrainischen Behörden mit der Hilfe von Washington das Land zu einem Testfeld für tödliche Waffen und gefährdet so das Überleben der ganzen Nation, sowie unserer europäischen Nachbarn.