„Mimi rührt zu Tränen!“ – Zur Oper La Bohème von Giacomo Puccini in der Staatsoper Berlin im Schillertheater

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© Foto: Monika Rittershaus

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die traurige, herzergreifende Oper Puccinis von der sterbenskranken an Tuberkulose leidenden Mimi und Rodolfo ist einer der weltberühmten Klassiker. In der Staatsoper Berlin inszenierte Lindy Hume, künstlerische Leiterin der Opera Queensland und eine der führenden Regisseurinnen Australiens, exzellent wie immer die Leichtigkeit des Seins der Bohème in Paris in dem Bühnenbild eines ärmlichen Bretterverschlags, wo Mimi und Rodolfo sich näher kommen. Aleksandra Kurzak (Mimi) und Abdellah Lasri (Rodolfo) erhalten immer wieder minutenlangen, berechtigten Zwischenapplaus bei den zu Tränen rührenden traurigen Liebesduetten.

Die Truppe der Bohemiens, die Rodolfo umgeben, feiern die Feste, wie sie fallen. Hier spielt Musetta eine tragende Rolle (Anna Samuil), das Party-Glamourgirl und Gegenstück zu der einfachen, schüchternen Blumenstickerin Mimi. Die extrovertierte Musettas glänzt mit klarer Stimme zum Beispiel in einem Walzerlied in einer Partyszene.

Der bewundernswerte Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden ergänzt den brillianten Staatsopernchor – ein riesiges Ensemble auf der Bühne, die die Party- und anderen Szenen in authentischen Kostümen der Zeit Puccinis darstellen, begleitet von der exzellenten Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Lahav Shani.

Die Sterbeszene der Mimi rührt zu Tränen!

Das internationale Publikum, viele SchülerInnen waren darunter, war außer Rand und Band vor Begeisterung. Es gab tosenden Applaus.

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