Musikgruppe Walk-a-tones in Hessen-Halle 22 auf der83. Internationalen Grüne Woche IGW 2018

Sie laufen durch Hessen und Partnerland Bulgarien … Die Internationale Grüne Woche ist auch ein Ort für Musik, Tanz und kleine Konzerte

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Als Konzertsaal sind sie ungeeignet, die Messehallen am ICC und Berliner Funkturm. Man kann sie sehr variabel umbauen, doch gibt es auf der Messe einfach zu viele Nebengeräusche. Trotzdem jagt auf der Internationalen Grünen Woche 10 Tage lang eine Vorstellung die nächste, oft sogar gleichzeitig in mehreren Hallen. Bereits bei der feierlichen Eröffnung am Donnerstag abend zeigte das Partnerland Bulgarien, dass es ein Hort der Kultur ist.

Nicht das Gastland ist für die Unterhaltung bei der Auftaktveranstaltung zuständig. Bulgarische Musiker und Tänzer lieferten eine tolle Show ab und zeigten, dass verstaubte Vorstellungen von dem osteuropäischen Land überholt sind. Sie erzeugten mit Musik und Tanz mehr Begeisterung beim Publikum als der gutgelaunte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und sein bulgarischer Amtskollege Rumen Porodzanov.

Die Landwirtschaftsminister, die Urwälder und die Musik

Christian Schmidt (CSU) und Porodzanov, Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten, hielten vor geladenen Gästen durchaus wichtige Reden. Schmidt machte sich um die Insekten Sorgen und versicherte, dass nur soviel Glyphosat eingesetzt würde, wie nötig. Bienenhecken und Blütenstreifen sollen den kleinen Viechern das Überleben ermöglichen.
Porodzanov überraschte viele mit der Information, dass 10% der bulgarischen Wälder jahrhundertelalt sind.

Partnerland Bulgarien bietet Berge, Rosenduft und Musik

Wunderschöne Bilder von Rosen, Feldern und Bergen waren auf riesigen Großbildflächen zu sehen, eine technische Meisterleistung.

Doch die Begeisterung entstand immer wieder durch die Musik. Sie ließ die Zuhörer mitgehen und am Ende frohgemut den Saal verlassen.

Dudelsack und Volkstanz

Am Freitag, die Messehallen sind endlich geöffnet, eröffneten die Bulgaren den Stand der Partnerlandes. Tänzer in traditionellen Trachten fließen durch den Saal. Ein Dudelsackspieler fasziniert das Publikum. Traditions- und Liedgutpflege lässt europaweit erkennen, wie erstaunlich weit das Instrument verbreitet war. Der Dudelsack gehört nicht nur nach Schottland.

Das Partnerland Bulgarien und das ABC

Beschwingt stellen sich so die Besucher nach Köstlichkeiten an. Auf der Grünen Woche wird ihnen allerhand geboten, und bei weitem nicht nur für Gaumen und Magen.
Das Partnerland Bulgarien steht im Länderalphabet hinter Botswana. Vergangenes Jahr elektrisierten afrikanische Tänzer auf der Riesenbühne im ICC-Ersatz City Cube die Zuschauer. Die Grüne Woche 2017 hatte Ungarn als Partnerland, die ITB Botswana. Ob das Partnerland nach dem Alphabet ausgesucht wird? Ist bald China oder Cuba dran? Kuba dürfte dann vielleicht gegen Extragebühr 10 Tage lang einen Buchstaben am Cube überhängen.

Was wird früher fertig: BER oder ICC?

Das ICC Berlin zwischen Ringbahn und Funkturm ist übrigens noch geschlossen. Die letzten Flüchtlinge zogen im September kurz vor Beginn der IFA aus. Umbau und Sanierung werden in die Länge gezogen. Das internationale Kongresszentrum ICC lässt sich unterteilen wie ein Schiff mit Schotten. Die Sanierung könnte längst auf einem guten Weg sein. Im Gegensatz zu dem neuen Flughafen auf der grünen Wiese, der 2012 eröffnet werden sollte, sind hier keinesfalls die Architekten, Bauarbeiter oder Bauplaner schuld. Die Arbeiten werden einfach nicht begonnen, die Landespolitiker schieben den Schwarzen Peter einem Investor zu und verursachen so trotz voller Kassen Stillstand.

Messe braucht Gebäude, ICC steht leer: Dornröschenschlaf

Die Messe Berlin ist eine Melkkuh der Stadt, viele Messen sind Leitmessen und ziehen Hunderttausende in die Hauptstadt. Messechef Göke hat seit Jahren Platzprobleme und denkt an den nächsten Neubau auf dem Messegelände. Derweil ziehen die Massen vom S-Bahnhof Messe Nord/ ICC am architektonischen Wunderwerk vorbei Richtung Funkturm und Sommergarten. Das „Alumonster“ ICC, wie mancher Berliner es liebevoll nennt, ein hochdurchdachter Ort der Geschäftigkeit und Begegnung, schläft noch einen Dornröschenschlaf.

Aroma der Sonne, Erlebnisse der Sinne

Währenddessen ist in Halle 10.2 – in der Nähe des „Großen Sterns“ – das Gedränge groß. Das Partnerland Bulgarien der 83. Grünen Woche feiert unter dem Motto „Aroma der Sonne“ die zusätzliche Aufmerksamkeit. Auf der Homepage der Grünen Woche oder IGW steht dazu: „Erlebnisse für alle Sinne“. Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Die Augen essen nicht nur mit, sondern erfreuen sich an den Künstlern und Tänzern mit ihren farbigen Kleidern, bunten Tüchern und typischen Kopfbedeckungen. Die Ohren kommen auch auf ihre Kosten.

Hessen in Halle 22 nicht ohne Musik

Wer nach einiger Zeit nicht mehr sicher ist, ob ihn die Dudelsackmusik erfreut oder nicht, verlässt die Halle 10.2. (Das Wort „Gedudel“ wird heute meist nicht mehr neutral gebraucht.) Irgendwann trudelt er vielleicht in Halle 22 ein. Stand 151 ist vom hessischen Ministerium für Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) gemietet. Doch keine Sorge, die Länderhalle Hessen findet man auf dem Weg zum Ausgang Nord am Hammerskjöldplatz ganz automatisch.

20er-Jahre-Klänge bei der 83. IGW seit 1926

Vielleicht wird man von den Klängen der 20er Jahre dazu bewegt, die Schritte zu verlangsamen. Sich an den gastlichen Tischen des wohlhabenden Bundeslandes niederzulassen und hessische Spezialitäten zu probieren. Ein halbes Dutzend Musiker stimmt „der kleine Kaktus“ auf dem Balkon und manch andere Melodie an, die einst kleine, vielstimmige Herrenensembles sangen. Die „Walk-a-tones“ bestehen aus einer Sängerin und einem Sänger, zwei Akustikgitarren, Geige und Kontrabass.

Sonst nur auf geschlossenen Gesellschaften, jetzt auf der Grünen Woche

Die Gruppe spielt meist auf geschlossenen Gesellschaften in Frankfurt am Main und „Umgebung“. Eine Platte oder CD haben sie nicht herausgebracht. Sie covern eher. Eine seltene Gelegenheit, die Walk-a-tones und ihre Leadsängerin zu erleben, ist die Grüne Woche. Hier kann man eine Eintrittskarte kaufen und ist dabei. Langeweile ist anderswo. Fürs leibliche Wohl ist gesorgt.

Eintrittskarten: Dauerkarte 42 Euro, Tageskarte 15 Euro, Schulklassen mit Schulnachweis 4 Euro pro Schüler, Familienkarte 31 Euro, Gruppenkarte 12 Euro ab 20 Personen, Sonntags-Ticket 10 Euro, diese für Schüler und Studenten 5 Euro.

Ab Freitag, den 19. Januar 2018. Ort Messegelände am Funkturm und ICC in Berlin-Charlottenburg. S-Bahn Messe Nord/ICC (S41/ S42 Ring).

https://www.gruenewoche.de/

www.walk-a-tones.de

Hier geht es zum Artikel über die Grüne Woche des vergangenen Jahres:

Es grünt so grün… – Internationale Grüne Woche und Green-Me-Filmfestival lassen Berlin erstrahlen




Irish-Celtic-Show in Deutschland, Stepp-Tanz und traditionelle Live-Band mit irischer Musik

Temporäre Pubs im Admiralspalast und Deutschen Theater! „Urgemütliche Eckkneipen“ mit bester irischer Live-Musik – mit „Irish Celtic“ kommt ein hervorragendes Stepp-Ensemble nach München und Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Air Berlin hat dichtgemacht, dafür fliegt Easyjet ab heute von Berlin-Tegel. Der erste Flug geht nach München. Wer in einer der beiden Städte auf die Idee kommt, mal wieder die angenehme Atmosphäre des „großen Wohnzimmers“ eines echten irischen Pubs zu besuchen, braucht gar nicht erst in den Flieger zu steigen. Er findet bis zum 7. Januar täglich in Berlin und vom 3. bis 8. April in München vor der Haustür die perfekte Lösung: den Irish-Celtic-„Pub“. „Irish Celtic – Spirit of Ireland“ ist bester Stepp-Tanz mit einer traditionellen Live-Band und die einzige Tanzshow mit eigenem Irish Pub. Der Wirt des „Pubs“ führt durch den Abend, sucht eine Frau für seinen Sohn, dessen liebste Beschäftigung es ist, mit einem alten Besen zu tanzen.

Mythen und Geschichten, Feen und Elfen

Wirt Paddy lässt die irischen Mythen und Geschichten wiederaufleben, die sich in den Ritzen zwischen den Bohlen vorübergehend versteckt hielten. Er zaubert schönste irische Musik auf die Bühne, feenhafte Gestalten und elfengleiche, irreal wirkende Tänzerinnen in dünnen, wehenden Kostümchen. Träumerische Melodien erklingen, dann wieder handfeste, klassische Folksongs, zu denen man klatschen kann, abgelöst von stürmischen Tänzen.
Die betörende irische Gastfreundschaft wird erlebbar gemacht. Man befindet sich mitten auf dem Dorfplatz eines Marktfleckens, in den zu einer großen Hochzeit von weither die Menschen zusammengeströmt sind um zu feiern. Auch wer nüchtern bleibt, vergisst freudetrunken den Alltag.

Bei Irish Celtic sind die Boden-Dielen die Bretter, die die Welt bedeuten; ist der Tanz-Boden der Tatsachen der Startpunkt für Flüge in die Vergangenheit großer Dichter, für Traumreisen in die Mythologie und auf das Deck der Titanic. Die Musik entführt einen und die Tänzerinnen schweben mit.

Das Tanzensemble ist schlicht hervorragend. Großartige 16 Tänzer und Tänzerinnen. Doppelt so viel Frauen wie Männer und den Sohn des Wirts nicht zu vergessen – mit oder ohne Besen.

Jeden Tag in die Kirche

Der Erzähler Jonathan Agar als Wirt „Paddy“ gibt Kunde von den keltischen Brüdern aus Schottland, mit denen man sich immer gut verstanden habe und wettert gegen die Engländer. Erst am Nikolaustag 1921 gewannen die Iren die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich.
Der Nationalfeiertag ist der 17. März, St. Patrick‘s Day. Doch ein Ire hat jeden Tag Grund zu feiern! Und er ist jeden Tag in seinem Wohnzimmer, dem Pub. Der Pub ist auch die Kirche und so gehen die Iren täglich hin.

Immer wieder zieht Agar alias Paddy über die Engländer her. Er darf das, denn er ist selber einer.
Der Mann am Klavier ruft nach einem Bier, Paddy lässt sich breitschlagen und gibt den fünf Musikern einen aus. Nicht ohne seinem Sohn einzuschärfen: „The small glasses!“

Die Band

Der Mann am Piano heißt Anthony Davis und ist der musikalische Direktor. Seit dem er 15 ist, brennt seine Leidenschaft für die irische Musik.

Der Solosänger an der Gitarre ist der Singer-Songwriter Daniel Byrne.

Ein Akkordeon darf nicht fehlen. Der Mann, der es spielt und auch die „Whistles“, heißt ebenfalls Daniel und mit Nachnamen – kein Witz! – McGuinness. Er hat gerade in Schottland sein Studium schottischer Musik abgeschlossen, gewann aber schon vor über einem Jahrzehnt die All-Ireland Championships. Bisher zweimal. Er spielte unter anderen 2012 bei den Olympischen Spielen in London.

Die Sängerin und Fiddle-Spielerin heißt Bernadette Kellermann und wohnt seit 2014 in Glasgow. Die gebürtige Deutsche komponiert und arbeitete im vergangenen Frühjahr bei den „Irish Celtic Generations“ mit.

Der Wind und die Musik Irlands

Der fünfte im Bunde – wie könnte es echt-irisch anders sein – ist der Dudelsackspieler.
Sein Name klingt wie die sturmumtosten Klippen Connemaras, wie die grünen Wiesen und die steinernen Wälle, hinter denen sich niedrige Bäume vor den starken Winden des offenen Atlantiks ducken. Er stammt aus den Nordwest-Highlands und vereint schottische Erziehung mit irischem Erbe. Saiteninstrumente sucht man in seinen Händen vergeblich.

So kräftig und ausdauernd wie der Wind, der je nach Richtung und Windstärke die unterschiedlichsten Klänge in den Lochs und Buchten erzeugt, gegen Felsen donnernd, Gischt verspritzend und über die Hügel pfeifend, bläst der Musiker diverse Pfeifen bzw. Pipes, Whistles und Flutes.
Sein Name – und das kann man sich ruhig auf der Zunge zergehen lassen – ist: Conal McDonagh.

„Irish Celtic – Spirit of Ireland“ im Admiralspalast in Berlin-Mitte
Friedrichstraße 101, 10117 Berlin
U-, S- und Fern-Bahnhof Friedrichstraße

Freitag, den 5. Januar 2018, 20 Uhr

Samstag, den 6. Januar 2018, 16 Uhr und 20 Uhr

Sonntag, den 7. Januar 2018, 14 Uhr und 18 Uhr

Eintrittskarten ab Euro 26,50

„Irish Celtic – Spirit of Ireland“

in München – Deutsches Theater vom Di., 3. bis So., 8. April 2018

www.irishceltic.de




Eine sensationelle Augenweide! Das kubanische ,Ballet Revolución‘ macht aus modernem Tanz, Ballett und Street Dance einen bildschönen, bewegten Mehrwert

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Ballet Revolución sagt noch nicht alles, verweist aber auf die kubanische Herkunft des Ensembles und ihre Art, klassisches Ballett und modernen In- und Outdoor-Tanz zu revolutionieren, zu vermengen, zu verwirbeln wie die Tänzer auf der Bühne. Das Photographieren während der Vorstellung ist dem Publikum verboten. – Der Hinweis war vielleicht überflüssig, denn es gab so gut wie keinen Augenblick, an dem man ein scharfes Photo hätte festhalten können.

Die Tänzer gönnten sich kaum ein Atempause, höchstens, dass sich einige von ihnen auf der Hinter- und Seitenbühne befanden, während sich vorn im Scheinwerferlicht ihre Kollegen und Kolleginnen in immer neuen Kombinationen zusammenfanden und den Betrachter mit wechselnden Kostümen, legendären Moves und auch mal oben ohne überraschten: 12 Männer mit nacktem Oberkörper und natürlich „angetanzten“ Muskeln – unwiderstehlich.

Große Kraftakte im Stemmen ihrer Partnerinnen und Partner beim Paartanz und – ja, so muss man es beim Namen nennen, bei regelrechter Tanz-Artistik – gelangen en passant mit der Leichtigkeit eines Schwarms farbenfroher Schmetterlinge und der Geschmeidigkeit des Jaguars, der nach einem mächtigen Sprung lautlos aufsetzt, ohne dass man im Wasserglas ein Zittern verspürt.

Bunt begann es, die Tänzer unten schwarz gekleidet, um die Gruppe zu betonen, oben uni in verschiedenen kraftvollen, nicht grellen Farben, die die Individualität der Tänzer herausstellt.

Bei der neuen Show von ‚Ballet Revolución‘ kann sich kein Tänzer verstecken, einer ist besser als der andere, jeder hat seine Stärken und Besonderheiten.

In immer neuen Gruppen, sechs Paaren, Dreiergruppen oder in Dreiecksakrobatik drei Männer mit einer Frau; dazu das genannte Highlight mit einem runden Dutzend Männer ohne weibliche Begleitung.

Spitzentänzer, wohin man schaut, 18 an der Zahl, doppelt so viel Männer wie Frauen.

Musik!

Die Ballet-Revolución-Live-Band mit den Top-Hits von Justin Timberlake, Justin Bieber, Enrique Iglesias müsste man erwähnen. Darunter die Sängerin Janine Johnson, der sich nicht versteckende Schlagzeuger Rayhner Lasserie Chegoy und der Sänger Weston Foster. Bis heute im Ohr: Thommy Garcia Rojas‘ Trompetenklänge.

Die Band beginnt vor und nach der Pause mit dem belebenden Feuer eigener Stücke: „El Panadero“, „Mambo 100“ und „Trompeta“. Es folgen perfekt auf die Tänzer abgestimmte große und aktuelle Songs.

„Freedom“ von George Michael in großen Lettern an der LED-Wand begleitet einen in die Pause in die Freiheit. Das jedoch nicht, ohne mit ,Coldplay‘ das Leben zu feiern: „Viva la Vida“.

Nach der Pause reißen die Höhepunkte nicht ab: Justin Bieber braucht sich nicht zu entschuldigen, James Browns „Man‘s World“ wird zeitgemäß und gendergerecht relativiert, Prince lässt Purple Rain regnen.

In gegenseitig überschäumender Begeisterung, die Publikum und Tänzer erfassen, werden mehrere Zugaben in einem Tempo angehängt, bei dem sogar die Beleuchter zum Schluss nicht mithalten können.

Rampenlicht hin oder her, diese Show gehört zu den ganz großen, und wer eher auf den Geschmack der Queen of England vertraut, sollte erst recht hingehen.

Das „Creative Team“ von Ballet revolución

An erster Stelle ist der Choreograph Roclan Gonzalez Chavez zu nennen, der, nicht verwunderlich, in Havanna die „Escuela National de Arte“ absolvierte. Vor circa 20 Jahren schloss er dort in den Fächern „Zeitgenössischer“ und „Folkloristischer Tanz“ ab. Er erhielt als Jahrgangseinziger ein Stipendium für ein Choreographiestudium, ein weiterführendes. Und wie ihn das weitergeführt hat – und vor allem sein Talent.

Gonzalez arbeitete fortan nicht nur mit den bekanntesten kubanischen Künstlern und Tanzgruppen zusammen, sondern auch mit dem weltbekannten „Cabaret Tropicana“.

Er ist für das kubanische Fernsehballett tätig, bei vielen Videoproduktionen, der „Cuba Disco“ und den „Cuban Music Awards“.

Jüngst tourte er mit den Shows „LADY SALSA“ und „THE KINGS OF SALSA“ durch vier Kontinente, unseren und Asien, Australien und Nordamerika. Er arbeitete in ganz Lateinamerika, also in Mexiko, Mittel- und Südamerika, erlernte Samba und Tango.

Er erschafft Synthesen aus Elementen vieler Völker und Zeiten.

Ballet revolución mit „Chiky“ und Cash

Der Choreograph Aaron Cash aus Brisbane, einst einer der „Tap Dogs“, hat schon eine große Fernsehkarriere, auf die er zurückschauen kann. Ein Highlight 2014 – die Jury-Mitgliedschaft bei “SO YOU THINK YOU CAN DANCE AUSTRALIA“ zusammen mit Paula Abdul.

Der musikalische Direktor der ,Ballet Revolución‘ ist Osmar „Chiky“ Salazar Hernandez. Nachdem er beim „Jojazz“ Cuban Jazz-Festival zum besten Bassisten gewählt wurde, ist er weltweit auf Tour, komponierte sogar eigene Stücke für „LADY SALSA“ und „THE KINGS OF SALSA“. Dort spielte er sie als Teil einer zehnköpfigen Band auch selbst. Er ist in einer Handvoll Genres unterwegs, stand an der Seite international bekannter Künstler und nahm 15 Alben auf.

Kostümdesigner Jorge Gonzalez (https://youtu.be/Fru5tvoqndw): während des Vietnamkriegs auf Kuba geboren, lange nach dem Prager Frühling in Preßburg (Bratislava) studiert, in Prag Modeluft geschnuppert. Als Model entdeckt. Stylist, Modechoreograph und Fashion-Show-Organisator. Nach dem Diplom in die Weltstadt Hamburg, wo Seeluft und Ozeandampfer Nachricht aus der Karibik über den wilden Atlantik bringen. Ab 2010 Catwalktrainer und Modelcoach bei GNT mit Heidi Klum; Publikumsliebling.

Tourorte der neuen Show des Ballet revolución

Zwischen Weihnachten und Silvester erbebte der Admiralspalast in der deutschen Hauptstadt.

2018 wird die ganze Bundesrepublik Deutschland bereist, auch Österreich und die Schweiz.

Heute und morgen in der Bielefelder Stadthalle, am 5. und 6. Januar im Festspielhaus in Baden-Baden, vom 9. bis 14. Januar im Musical-Theater in Basel.

Weiter geht‘s über Köln, Essen, Nürnberg, Bremen, Mannheim, Leipzig nach Zürich. Dann über Düsseldorf, Chemnitz, Frankfurt am Main in die österreichische Hauptstadt Wien.

Ende März von Dortmund in den April hinein nach Stuttgart und in Jorge Gonzalez‘ Heimat Hamburg. Den (vorläufigen?) Abschluss bildet vom 17. bis 22.4.2018 München (Circus Krone).

Dass der Berliner Admiralspalast nahe der Weidendammer Brücke ein Ort für internationale Ballettspitzenleistungen ist, wurde mit Ballet revolución erneut bewiesen. Weitere Beispiele für die Attraktivität des Spielorts an Spree und Friedrichstraße wie „Les Ballets Trockadero de Monte Carlo“ unter „Bühne“. Besagter Artikel heißt: „Da bleibt kein Auge trocken“.
kulturexpresso.de/da-bleibt-kein-auge-trocken-die-trocks-im-admiralspalast-in-berlin-les-ballets-trockadero-de-monte-carlo-fuer-alle-ein-spass/




Jocelyn im Glück! Jocelyn B. Smith erhält vom Berliner Rundfunk 91,4 die Weihnachtsüberraschung für ihr Wirken mit den Different Voices of Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Selten hab ich Jocelyn B. Smith so glücklich gesehen. Forschen Schrittes kam sie über den Bürgersteig der Gitschiner Straße vor der Hausnr. 15, mit einem schönen Blumenstrauß in der Hand. Doch das allein kann nicht der Grund gewesen sein, erhält die Künstlerin doch nach fast jedem Konzert (mindestens) einen Strauß – und die Anzahl ihrer Konzerte ist Legion. Was also war passiert? Natascha ist schuld.

Initiatorin Natascha

Sie ist aus Steglitz, Mutter – und sie singt. Damit hat sie mit Jocelyn B. Smith schon mehrere Dinge gemeinsam. Natascha singt im Chor mit Namen Different Voices of Berlin, den Frau Smith leitet. Zusammen gab es schon viele besondere Auftritte, zum Beispiel am Brandenburger Tor, vor Bundesministerin Ursula von der Leyen, als diese noch das Amt in einem anderen Ressort bekleidete, oder auch bei Wohltätigkeitsveranstaltungen wie dem Open House in der Heilig-Kreuz-Kirche „Ein Konzert für alle – mit und ohne Dach über dem Kopf“ oder einer Weihnachtsfeier für Arme und Obdachlose.

Singer-Songwriter

Der Chor bildet eine Art Familie und macht vieles zusammen; Lieder schreiben gehört dazu. Die „Different Voices“ sind mit Jocelyn B. Smith schon vor Jahren unter die Songwriter gegangen, singen Lieder, die sonst nirgends zu hören sind und schaffen es durchaus, eine halbe oder Dreiviertelstunde aufzutreten, ohne ein einziges Mal auf fremde Texte oder Musik zurückgreifen zu müssen.

Die Weihnachtsüberraschungen des Berliner Rundfunks

Zu Weihnachten möchte der Berliner Rundfunk Berliner ehren und ihnen Gutes tun, die sich ständig engagieren, ohne daraus viel Hehl zu machen. Um von diesen heimlichen Helden zu erfahren, muss sie natürlich jemand vorschlagen – woher soll der Sender sonst von denen wissen, die unter dem Radar Gutes tun. Zum anderen wird dem Berliner Rundfunk 91,4 damit natürlich Arbeit abgenommen, doch davon bleibt genug übrig: Eine Auswahl muss getroffen werden, wer denn wirklich jetzt in Frage kommt und den Preis erhalten soll, Telefonate müssen geführt werden, eine Recherche stattfinden, die Tatsachen überprüft werden, ein Termin gefunden werden und letztlich eine Mannschaft zum Treffpunkt.

Berlin sagt „Danke!“

Das Ganze läuft beim Berliner Rundfunk unter dem Motto „BERLIN SAGT DANKE“.

Der Sender meint: Wir sind immer wieder überwältigt von den vielen Berlinerinnen und Berlinern, die sich bereit erklären, anderen zu helfen. Das geht sicher nicht nur uns so.“ Deshalb kann man im Funkhaus anrufen oder online einen Fragebogen ausfüllen unter www.berliner-rundfunk.de/. Dort steht in der Adventszeit: „Wir möchten von Ihnen wissen: Wer ist Ihr ganz persönlicher Held, Ihr Alltagsengel, der immer wieder hilft, und das ganz selbstverständlich?
Wer setzt sich für andere ein, packt Dinge an und engagiert sich selbstlos – in der Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder bei ganz unbekannten Menschen? Gibt es jemanden in Ihrem Umfeld, der sich ehrenamtlich engagiert?“

Vielleicht haben Sie das auch schon mal im Radio gehört: „Diese Menschen, die Helden des Alltags, wollen wir überraschen und zu einem exklusiven Weihnachtsessen einladen. Damit sagen wir zusammen mit Ihnen „Danke“!“

Die Sonne scheint

Nachdem diese Vorarbeit geleistet wurde und noch eine Menge zu tun sein wird – für die Gastgeber und die Köche – geht es in medias res: Janette, die Radiomoderatorin, trifft Natascha einen Steinwurf vom Geschehen entfernt. Nachdem alles Wichtige besprochen ist, geht man auf Sendung und der Überraschung entgegen. Mit Mikro, Kabel und Techniker. Natascha mimt den einheimischen Führer (‚location scout‘:).

Man hört, wie das Team eine Treppe hinansteigt. Von Ferne musikalische Klänge. Beim Näherkommen stellt sich heraus: Es ist ein gemischter Chor, der probt. Es erklingt „Ich wünsche Dir“ „vom Glück das Empfinden …“ mit einem Text der Künstlerin Mechthild Korn. Manche Wünsche gehen schneller in Erfüllung, als man denkt! Wie passend; wenn das kein Zufall ist!

Ein Rundfunkbeitrag nacherzählt

Janette platzt herein, unterbricht die Probe und erklärt für Hörer und überraschte Chorleiterin gleichzeitig, warum sie hier sind, dass Natascha sich gemeldet hätte, im Namen aller Mitglieder. Dass Jocelyn als Heldin ausgewählt worden sei. O-Ton Jocelyn: „Ich bin geflasht!“ Dass einfach mal die gewürdigt werden sollen, die es verdient haben, weil sie selbstlos tätig sind. Und dass sich der „Berliner Rundfunk 91.4“ mit einem Essen bedanken will, weil man wolle, dass sich Jocelyn B. Smith einfach mal einen schönen Abend mache. Sogar singen würden die Mitarbeiter des Senders, doch Jocelyn könne sie gern anleiten.

„Das können wir besser machen“

Jocelyn Schlusswort: „Mir sind friedliches Miteinander und Toleranz sehr wichtig; als Mutter („Mom“), als Musikerin, als Mensch. Und das können wir besser machen.“

Link: https://www.berliner-rundfunk.de/programm/berlin-sagt-danke/

Neue Berliner Rundfunk GmbH & Co. KG, Grunewaldstraße 3, 12165 Berlin, Telefon: (030) 201 91 400




Grammophon

Die Favoriten für die Grammys

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Grammys! Alle Jahre wieder finden die Grammy Awards statt. Die nächste Vergabe der Musikpreise ist für den 28. Januar 2018 im Madison Square Garden im US-amerikanischen New York geplant.

Das haben die Leute beim „Musikexpress“ offensichtlich noch nicht mitbekommen. Auf deren Webseite heißt es in einem Beitrag von Alena Kammer (28.11.2017) wörtlich: „Es dauert zwar noch einige Wochen, bis in Los Angeles die Grammys verliehen werden.“ Mal sehen, wie lange es dauert, bis diese Experten etwas merken.

Für die 60. Verleihung der Grammys wurden Kandidatinnen und Kandidaten von ein paar Tausend stimmberechtigten Mitgliedern der National Academy of Recording Arts and Sciences kürzlich in verschiedensten Kategorien erstmals online nominiert.

Kandidatinnen? Jay-Z ist achtmal nominiert, Kendrick Lamar siebenmal, Bruno Mars dreimal und Lorde als einzige Frau. Sie ist mit dem Pop-Album „Melodrama“ dabei und zwar für das Album des Jahres wie auch Childish Gambino mit „Awaken, My Love!“, Jay-Z mit „4:44“, Kendrick Lamar mit „DAMN.“ und Bruno Mars mit „24K Magic“, einer R&B-Scheibe.

Bei der Aufzeichnung des Jahres sind auch Luis Fonsi und Daddy Yankee gefeatert von Justin Bieber mit „Despacito“ dabei sowie Childish Gambino mit „Redbone“, Jay-Z mit „The Story of O.J.“, Kendrick Lamar mit „Humble.“ und Bruno Maas mit „24K Magic“.

Die Lieder des Jahres 2017 sind „Despacito“, „4:44“, „Issues“, „1-800-273-8255“ und „That’s What I Like“.

Was ist es, das Sie mögen?




Blick in die Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

275 Jahre Staatsoper Unter den Linden – Eine Feier und zwei Premieren

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Im Dezember wird Unter den Linden gefeiert. In der Staatsoper Unter den Linden wird der 275. Geburtstag mit einem Konzert der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim am Tag des Jubiläums, das ist der 7. Dezember, gefeiert.

Gefeiert wird auch am 8. und 9. Dezember 2017. Zwei Premieren stehen an, auf die sich Berliner und Brandenburger sowie Besucher an Havel und Spree freuen.

Humperdincks »Hänsel und Gretel« startet am 8. Dezember in der Regie von Achim Freyer und unter der musikalischen Leitung von Sebastian Weigle. Am 9. Dezember findet die Premiere von Monteverdis »L’incoronazione di Poppea« in einer Inszenierung von Eva-Maria Höckmayr in Zusammenarbeit mit der Akademie für Alte Musik statt. Diego Fasolis dirigiert.




Esther

Von Frieden über freaky bis Peace. Esther Filly Ridstyle live in Berlin und Oldenburg

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Oldenburgerin Esther Filly ist überall auf der Welt zuhause – oder in Niedersachsen. Ihre musikalische Heimat ist ihr dritter Name –
Ridstyle. Ridstyle ist eigentlich – Esther Filly. Der Musikstil ist nach dem englischen Wort „to get rid of“ benannt, etwas loswerden, sich befreien, sich lösen. Wie sagte Lebensenergiespezialist Bernd Senf? Die Lösung der Bindung ist die Lösung.

Esther Filly hat sich von vielem gelöst, ohne die ewigen inneren Werte des Guten aufzugeben. Was gut ist? Das Leben, die Musik, und der Frieden, der alles ermöglicht. Esther Filly hängt ihr Fähnchen nicht in den Wind – sie hat sich den Frieden um der Hals gehängt. Frieden glitzert und ist schön. Falls die Kette mit dem Friedensanhänger mal nicht da sein sollte – die Musikerin hat sich den Frieden auch auf die Haut tätowieren lassen. Sie meint es ernst, ist aber total freaky, schwer zu fassen, aber verlässlich.

Dadurch, dass sie so schwer in eine Schublade zu stecken ist, – persönlich auch, aber vor allem musikalisch – ermöglicht sie den Zuschauern und -hörern, sich selbst zu lösen. Von überkommenen Vorstellungen zum Beispiel.

Spielt sie nun Soul, Motown, oder Blues? R&B? Spielt sie Songs anderer oder schreibt sie selbst? Zumindest diese Frage lässt sich eindeutig mit einem sowohl – als auch beantworten.

Wenn Sie andere imitiert, bleibt sie trotzdem unverwechselbar.

Singt da nicht Amy?

Besonders gelungen ist ihre Amy Winehouse, wäre sie noch unter uns, müsste man zweimal auf die Bühne schauen, um sicher zu sein, wer da singt. Die Tiefe und Rauchigkeit der Stimme, die um Leid weiß, sich aber für Lebenslust entscheidet, ist den beiden wohl gemein. Das Leben auskosten, nicht nur lau dahinplätschern lassen, das passt zu Esther Filly.

Hamburg

Im realen Leben ist sie wohl in Hamburg geboren. Die Hansestadt, die am neuen Jungfernstieg 19 – nah an Binnenalster und Kennedybrücke – den Übersee-Klub beherbergt, ist weltoffen, wie man auf den ersten Blick am Hafen sieht.

Übersee

Der Überseeklub, nach eigenem Bekunden der Förderung der Demokratie, der Toleranz und des Gedankens der Völkerverständigung verpflichtet, zeigt in die richtige Richtung. Am 24.11. erhielt der Klub den Mestemacher-gemeinsam-leben-Preis 2017 in der Rubrik „anderer Lifestyle-Modell-Typ“.

Das ist die Hamburger Luft, Luft, Luft

In Hamburg weht immer wieder eine frische Brise von der Nordsee. Oder der Wind dreht und bringt salzärmere Ostseeluft aus dem Baltikum, oder Eiseskälte aus dem Norden vom Pol. Oder die würzige Luft von den grünen Weiten Niedersachsens, in der sich ostfriesischer Humor und Kurzangebundenheit, Weitsicht und Unbeugsamkeit mit Oldenburger Stolz und Kultur, Braunschweiger Löwenkraft und Lüneburger Heideduft mischen.

Nicht zu sicher sein

Sollte man zu sicher auf dem festen Boden der „Tatsachen“ stehen, spült einem auch schon einmal eine Sturmflut um die Füße. Die meisten Millionäre Deutschlands sollen hier wohnen. Mit Engstirnigkeit wären die Hanseaten wohl nicht so weit gekommen. Weltweiter Handel mit China und Mexiko, Brasilien und Südafrika, Indien und Thailand ist ohne Begegnung mit fremden Kulturen und etwas Diplomatie unmöglich. Nicht umsonst gibt es in Hamburg die meisten Konsulate.

In Berlin – und: So ein Zufall!

Esther Filly ist hier und da und bleibt nicht lange an einem Ort. Am Freitag, dem 24.11. hat sie – natürlich? – nicht nur ein Konzert in der Hauptstadt. Bei der Verleihung der Mestemacher-Preise „gemeinsam-leben“, die das Wirgefühl stärken sollen, ist Esther die musikalischer Atempause. Nachdem in den Kategorien „Großfamilie“, „Institutionalisiertes Mehrgenerationenhaus“ und „Wohngemeinschaft“ die von Ulrike Detmers, Unternehmerin und als Professorin Beamte des Landes Nordrhein-Westfalen, initiierten Preise vergeben sind, mischt Esther F. den Saal auf. Ob es ein Zufall ist, das alle Buchstaben von E-s-t-h-e-r in Mestemacher enthalten sind? Sogar in der richtigen Reihenfolge? M-est-emac-her? Carmen Thomas hätte an diesem Zauber des Zufalls ihre Freude, genau wie an dem Anagrammgeheimnis. Doch wir haben keine Zeit, Buchstaben zu verschieben, Esther Filly fegt an uns vorbei. Kaum sind die Preise vergeben, singt jemand, kommt von hinten in den Saal. Die Gäste sitzen am runden Tisch, Filly umfegt sie, umkreist die Gäste, nimmt die Bühne im Sturm, verbreitet gute Laune. Wäre der Begriff nicht zu altbacken und militärisch, würde „Stimmungskanone“ auf Esther Filly passen wie die Faust aufs Auge.

Gelöst

Filly ist auf der Bühne, umarmt Ulrike Detmers und bittet alle hinzu und hinauf zum Tanzen. Der Saal erhebt sich, wogt, schunkelt wie auf dem Oktoberfest und reckt die Arme empor in die Luft, nach oben, nach Höherem strebend, wie beim Gottesdienst in einer Baptistengemeinde. Esther Filly ist mitreißend, Ridstyle hebt die Sofasitzer hoch und lässt sie fliegen. Lasten fallen ab. Sie singt den Godfather of Soul, so dass kein Stein auf dem anderen bleibt. Eigene Lieder wie „Freaky“ von 2016, das sie sich auch hat eintätowieren lassen. In der Mitte des Auftritts Amy Winehouse und dann noch einer ihre eigenen Songs, wo es um „Making Love“ geht, eine je nach Zusammenhang durchaus auch platonisch gemeinte Sache.

Making Love

Wer 7 Tage die Woche liebt, hat für Hass keine Zeit. Für noch größere Dummheiten wie Kleinkrieg oder Krieg schon gar nicht. „Freaky“, sagt Filly am Mikro, ist wie für das von Ulrike Detmers propagierte Wirgefühl geschrieben. Die beiden und den ganzen Saal verbinden gemeinsame Werte. Man feiert gemeinsam das halbvolle Glas, man tanzt zusammen und singt sogar ein bisschen. Es kann gelingen, das Gute, besonders, wenn alle zusammen an einem Strang ziehen.

Kraftpaket

Esther Filly zieht mit. Das Kraftpaket hat die sanft-gute Atmosphäre im Saal, die vielleicht einen ganz kleinen Tick zu lau war, in gute Laune verwandelt. Die Stimmung ist nun gelöst.
Gelöst? War da nicht was?

Esther Filly zieht weiter, ein Punkkonzert steht noch auf dem Programm!

Als Gast geht Esther für einen Song mit Deutschlands ältester Punkband RAZZIA auf die Bühne!
Der Frische Wind aus Deutschlands Norden zieht im muffig-verrauchten Kreuzberg ein.
Im SO 36 in der Oranienstraße 190 (10999 Berlin) Fliehende Stürme – der Rest. Da bleibt wohl nicht viel „rest“ (Ausruhen).

Das Phänomen Esther Filly, die ein bisschen aussieht wie Penny MacLean oder Sissy Perlinger, hat bestimmt auch einige gute Eigenschaften mit diesen Powerfrauen gemein. Jocelyn B. Smith ist auch eine Powerfrau, aber wieder anders, spiritueller, mit einer unglaublichen Stimme.

Wohltätigkeit

Jocelyn B. Smith und Esther Filly verbindet ihr soziales Engagement für Arme in den beiden größten Städten Deutschlands. In den nichtöffentlichen Veranstaltungen unterstützt Esther Filly am 12.12. die Bedürftigen-Weihnachtsfeier in HH, Jocelyn B. Smith die Obdachlosen-Weihnachtsfeier Mitte Dezember in Berlin.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte und einmal Esther Filly erleben erhellt noch mehr.

Ihre Tourdaten in Kürze:

25.11. ab 20 Uhr in Oldenburg i.Oldenburg: Lange Einkaufsnacht im „Famila-Einkaufsland Wechloy“

9.12. um 18.30 Uhr: Mörser Weihnachtsmarkt mit Esther Filly & Amy Winehouse

White Christmas in Concert 2017, „Europas größte Weihnachtsshow“:
14.12. Göttingen, Lokhalle
15.12. Oldenburg i.O.: Große Ewe-Arena
16.12. Oberhausen, K.-P.-Arena
17.12. Münster, Westfalen: MCC-Halle Münsterland

31.12.2017 Goslar, Silvesterball im Hotel Achtermann www.der-achtermann.de




Die italienische Musikerin Carmen Consoli

Guten Abend, Berlino! Carmen Consoli bringt auf ihrer Eco-di-sirene-Tour in der Berliner Kulturbrauerei den Kessel zum kochen

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Italienisches Filmfestival, 2. Tag, drei Komödien stehen auf dem Programm, über siamesische Sängerzwillinge, ungewollte Altenpflege und die „Ehrliche Zeit“ in Sizilien ; danach ein Gespräch mit den Komikern Ficarra und Picone, den Regisseuren des letzten Films. Durch den frühen Beginn des 92minüters ist schon vor 10 Schluss. Wohin jetzt? Es ist noch früh, und es ist Freitag! Ein paar Meter weiter die Aufschrift „Maschinenhaus“ – Das Kesselhaus. Hier empfängt Carmen Consoli die Gäste – mit Vorgruppe. Diese ist pünktlich, wie alle Filmvorführungen in der Kulturbrauerei. Es mag ein italienisches Festival sein, aber ein Termin folgt nach dem nächsten – zum angekündigten Zeitpunkt.

Etwa 20 nach zehn ist die Vorgruppe fertig und nach kurzer Umbaupause beginnt Carmen Consoli zunächst allein.
Sie begrüßt die Gäste auf deutsch und das kommt gut an.
Wie oft hat man ist Deutschland von Musikern schon gehört: „Good evening Berlin! How are you?“ Das wirkt, selbst wenn es ehrlich gemeint ist, aufgesetzt und unecht. Die Ansagen machen meist die Sänger und diese lernen viel Text auswendig, durchaus auch in anderen Sprachen, zumindest teilweise werden französische Phrasen in Lieder eingebaut oder sind bereits Teil des Fremdwortschatzes der englischen Sprache.

Ob Frau Consoli absichtlich ganz italienisch von Berlino spricht, oder ob ihr das herausgerutscht ist und ihr in dem Moment die einheimische Aussprache nicht bewusst war, konnten wir nicht klären. Eine marginale Frage. Entscheidend: Carmen Consolis Ansagen kommen an, sind glaubwürdig.

Ihre Begrüßung „Guten Abend, Berlino!“ enthielt nicht die einzigen beiden deutschen Wörter – es folgte:
„Ich freue mich, wieder hier zu sein!“

Langsam, sicher und gefühlsintensiv, im Moment bleibend, baut Carmen Consoli auf. Ihre Lieder gewinnen Momentum, immer mehr Effekte treten ein, forte und fortissimo. Sie steigert sich in den ersten Songs, dann versammelt sie ihre Flügelfrauen auf der Bühne.

Die Band

Die Band besteht aus drei Frauen mit Saiteninstrumenten: Emilia Belfiore an der Geige, Claudia Della Gatta am Cello, Carmen Consoli selbst singt und spielt Akustikgitarre.
Zusammen beherrschen sie jederzeit das Geschehen und befinden sich dabei in Harmonie mit dem lauschenden Publikum, der Saal ist voll, nur ganz hinten an der Rückwand gibt es noch Bewegungsfreiheit ohne anzustoßen.
Der Saal in der Kulturbrauerei scheint so gut wie ausverkauft, die Stimmung ist hervorragend.

Die „Eco di sirene“-Tour

Die diesjährige Tour begann in Bozen und Belluno; Carmen Consoli war in Verona und Perugia, dann in der italienischen Hauptstadt. Nach Rom ging es über Venedig, Bologna, Senigallia, Pescia und Genua nach Mailand und dann in den Süden. Neapel, sogar Bari, Lecce, Cagliari, Sassari und das aus dem 19-Uhr-Film „L‘Ora legale“ bekannte Palermo standen auf dem Programm. Weitere Ziele ab April waren Agrigento, Messina an der gleichnamigen Straße, Trento, Schio und dann Lugano in der Schweiz. Florenz und Mantua folgten.

Alles neu machte der Mai. Tourpause.

Die Sommertour ging im Juni nach Catania und Spanien: Valencia, Madrid und das damals noch spanische Barcelona.

Unbekanntere italienische Orte folgten: Pietra Ligure, Stra, Barolo, Riola Sardo, Saint Pierre im Aostatal, Porto Recanati. Am 27. Juli trat sie wieder in Rom auf, fast ein halbes Jahr nach den Terminen von Anfang März.

Grundkurs Geographie mit Carmen Consoli

Eine Einführung in die italienische Geographie könnte sich an den Bühnenorten orientieren: Gardone Riviera und Verrucchio besucht sie Ende Juli.

Anfang August beendet sie die Tour vorläufig in Matera und Tindari.

Die Sängerin und ihre Musikerinnen haben Fans von den Alpen bis zur Stiefelspitze, von der Adria bis Sardinien.

Der Tournee-Titel ist nicht neu

„Eco di sirene“ ist ein 1998er Single-Titel aus dem Album „Mediamente isterica“, das Platin erhielt.
2008 gab es eine Anniversary edition, die es immerhin noch auf Platz 22 der Charts schaffte.
Und jetzt Berlin – Berlino!

Der Besuch hat sich für alle gelohnt – für die Zuschauer und – hörer wie für „CC“ in der Bundesrepublik.

Die Deutschen können sich als nördlichste Zuhörer der Live-Show glücklich schätzen. Nur drei Länder im nichtitalienischen Ausland wurden diesmal bereist.

Eine runde Sache. Überhaupt kommt es in Mode, auf Filmfesten Musik zu machen. Vicky Leandros sang auf dem griechischen Hellas-Filmbox-Festival und an die Berlinale hängt sich sowieso jeder ran.

Auch Austellungen ergänzen die Feste. In diesem Fall eine Ausstellung von filmischen Tuscia-Orten.

Die Filmtitel des zweiten Festivaltages im Original: „Indivisibili“, „Tutto quello che vuoi“, „L‘Ora legale“




Garten der Akademie der Künste im Hanseatenweg im Hansaviertel bei Nacht.

Sagen Sie’s den Steinen… BIS WIR BEGINNEN, ETWAS ZU SEHEN! Rencontre II am 10. und 11. 11., Retrospektive endet am 5. November im Fsk mit Christophe Clavert live

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Avantgarde ist bisweilen die Justiz. So in den 80ern, als das Bundesverfassungsgericht das Recht auf informationelle Selbstbestimmung festhielt. Wahrhaft prophetisch angesichts der Bedrohungen dieses Rechts jedes einzelnen durch neue Technik und Begehrlichkeiten großer Unternehmen.

Die am Tiergarten angesiedelten Häuser der Akademie der Künste und der Kulturen der Welt sprengen ebenfalls die Enge des durchschnittlichen Denkens. Die Akademie der Künste im Hansaviertel trägt dem frischen Wind der Hanse Rechnung. In frischer Luft lässt es sich besser denken.

Während die Bevölkerung den Kunstbegriff wohl enger zieht – Kunst wird dort ausgestellt, die Akademie lehrt – denken sich die Akademiker immer neue Querverbindungen aus und weichen Grenzen auf.

Kunst, Kino, Musik – drei klar getrennte Rubriken, nicht wahr? Schon die Architektur lässt ahnen, dass dem hier nicht so ist. Der „Kinosaal“ der Akademie ist ein Mehrzwecksaal mit einer Bühne; das Publikum sitzt vorn – oder hinten, wie bei den Buchpräsentationen und Lesungen aus „Die Schraube“, „El Tornillo“ und „Potslom“ aus Lino Santacruz‘ Alamos-Verlag. Oder beiderseits der Bühne.

Wo ist überhaupt vorn und hinten? Man sieht schon, herkömmliche Grenzen verschwimmen. Die Moderne bricht auf oder gibt zu denken.

Das Ganze ist recht gehirnig. In dem Sinne, dass auch im Gehirn, mit dem viele täglich denken, die Sache nicht so einfach ist, wie sich viele vorstellen.

Das beginnt schon mit dem oben und unten, vorn und hinten.

Computer-Tomographien kranker Gehirne, Schichtaufnahmen, lassen zum Beispiel vermuten, dass „da vorne“ etwas geschrumpft sei oder „am Rand“.

Unsere zwei- und dreidimensionalen Denkgewohnheiten, die durch Fernsehen, Twitter & Co. teils noch verkleinert und verengt werden, reichen zum Verstehen und Beschreiben des Geschehens nicht aus.

Längst haben die Neurowissenschaftler noch nicht alle Rätsel gelöst.

Seele, Hypophyse, drahtlose Kommunikation von Mensch zu Mensch, Träume und Liebeskummer – restlos erklärt ist das alles nicht.

Die Akademie, Ort des Forum Expanded der Berlinale

Zurück in die Akademie. Das an die Grenzen normalen Verständnisses und gewöhnlicher Rubriken stoßende „Forum expanded“ der Berlinale ist auch ein Beispiel von grenzüberschreitenden Begegnungen. Immer wieder am Hanseatenweg stattfindend.
Das nächste Mal wohl im Februar. Voriges Mal war es im Februar.
Ob wir nach vorn oder zurückblicken, wir erhalten dasselbe Ergebnis.
Das kann auch der Kreis.

Grenzüberschreitungen

Von der vorübergehenden Aufhebung des Rechtsstaats im September 2015 mal abgesehen: Vielleicht sind die grenzüberschreitenden Migrantenströme des 21. Jahrhunderts Zeichen der Zeit. Nicht zwingend biblisch angekündigt, jedoch Denkvorgänge abbildend.

Gedanke, Wort und Handlung

Gedanke, Wort und Handlung folgen üblicherweise aufeinander. Das Wort kann weggelassen werden.
Viele Handlungen, seien sie nun schnell vorgenommen, wie das Löschen einer umgekippten Kerze, hinterrücks – wer kündigt ein Verbrechen schon an – oder von einem wortkargen Menschen ausgeführt, geschehen ohne Worte.
Sogar Karikaturen und Witze ohne Worte gibt es.

Immer steht vor der Handlung der Gedanke

Doch immer steht vor der Handlung der Gedanke. Irgendetwas müssen sich die Migranten gedacht haben, bevor sie sich mit Handy und Bündel aufmachten. Das Tele-phon transportiert den Klang, Musik und Sprache schon seit Reis weit über (die) Grenzen.
Die Rechner der Welt zeigen auf Bildschirmen das Innere des Vatikans genauso wie Norwegens Einöde und die Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor.

Der Satz „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“ weist in seiner humorvollen Unvollkommenheit in die richtige Richtung.

Der Werbespruch eines Reiseführerverlages „Man sieht nur, was man weiß“ ebenso.

Wenn wir uns mit dem Jetzt von Danièle Huillets und Jean-Marie Straubs Werk beschäftigen, „bis wir beginnen, etwas zu sehen“, könnte das den Horizont erweitern.

Was sehen wir denn?

Was sehen wir denn?
Bevor man nicht von anderen darauf hingewiesen wird, sehen wir manchmal noch nicht einmal den WALD VOR BÄUMEN.

Die obige in der Akademie der Künste aufgenommene Photographie ist bestimmt nicht das, was wir erwarten, wenn wir uns ein Bild von der Akademie machten.
Und selbst das, was wir auf dem Bild sehen, ist nicht einstimmig feststellbar.
Der eine sieht „nichts“, der andere „grün“, der Dritte bemerkt immerhin die Personen, die sich in der Fensterscheibe spiegeln, die an sich unsichtbar ist.

Eiernde Planeten

Ähnlich wie in der Astronomie manche Himmelskörper nur wegen der merkwürdig eiernden Bahnen eines Nachbarn entdeckt wurden, von einem klugen Kopf entdeckt wurden,
„sehen“ wir die Scheibe nicht, sondern „erkennen“ sie durch die Spiegelung.

Das Treffen mit Peter Nestler, Christophe Clavert, Florian Schneider, Mikhail Lylov, Elke Marhöfer, Patrick Primavesi und Ute Holl

Das Treffen „Rencontre II“ zum Abschluss der Ausstellung greift die Fäden des bisher Gesagten und Gesehenen auf, spitzt Fragen und Erkenntnisse zu, um auf verschiedene Weise in der Gegenwart anzukommen. Der Titel des Rencontre II lehnt sich an die beiden Cézanne-Filme Danièle Huillets und Jean-Marie Straubs, „Cézanne im Gespräch mit Joachim Gasquet“ (1989) und „Une Visite au Louvre“ (2003, ‚Ein Besuch im Louvre‘), an und betont die Bedeutung, die das Werk des Malers und vor allem sein Verständnis des Sehens für beide Filmemacher hatte.
In Anwesenheit von Jean-Marie Straub und Barbara Ulrich (BELVA-Film).

Regisseur Peter Nestler und Kameramann Christophe Clavert – Gäste des Rencontre II
Akademie der Künste, Hanseatenweg, Studio, 16 und 19 Uhr

Am 10. November stehen mit dem Dokumentarfilmer Peter Nestler Filme im Mittelpunkt, die Nestler und Huillet/Straub dem jeweils anderen gewidmet haben – in einer jahrzehntelangen Freundschaft, die nicht zuletzt auf dem geteilten Respekt für den Akt des Sehens beruht. Auch Christophe Clavert, der bei den meisten der von Straub seit Huillets Tod (2006) realisierten Filme die Kamera geführt hat (u.a. „Kommunisten“, 2014), wird zum Rencontre und den letzten Programmen der Retrospektive (4. und 5.11. im Kino fsk) anwesend sein.

Öffentliches Seminar mit Florian Schneider und Interventionen von Mikhail Lylov, Elke Marhöfer, Patrick Primavesi, Ute Holl und anderen – auf Englisch

Wo und wann?
Akademie der Künste, Hanseatenweg am Tiergarten, Foyer, 14 bis 18 Uhr
Das Seminar am 11. November beschäftigt sich mit der Frage, was der von Serge Daney so genannten „Straub’schen Pädagogik“ zu Grunde liegt und welche Bedeutung diese in einem postdigitalen Zeitalter haben könnte.

Musikalische Inszenierung des Antigone-Scripts von Huillet/Straub

New Composers Collective (Spin-Off von Mouse on Mars) und Astrid Ofner
Wann und wo? Akademie der Künste, Hanseatenweg, Studio, 19 Uhr

Ganz in der Gegenwart angekommen ist der Programmzyklus der Akademie der Künste zu Huillet/Straub mit der Uraufführung einer musikalischen Inszenierung des Antigone-Scripts, die zum Abschluss des Rencontres am 11. November auf dem Programm steht.

Die Zusammenarbeit mit der Schauspielerin und Regisseurin Astrid Ofner, die in Huillet/Straubs Film von 1991 die Antigone verkörpert, ist das erste Projekt des New Composers Collective, eines Spin-Off-Projekts des Elektronikduos „Mouse on Mars“.

Das New Composers Collective (Jan St. Werner, Andi Toma, Matti Gajek und Michael Rauter) ist ein Zusammenschluss von Komponisten, Produzenten und Musikern, die sich außerhalb der traditionellen Kategorisierungen der Künste und Musik bewegen, mit anderen Künsten und Disziplinen zusammenarbeiten und experimentell neue Technologien, Kompositionstechniken und Aufführungsformate zusammenführen.

Veranstaltungsdaten:

Was? „Sagen Sie’s den Steinen“
Zur Gegenwart des Werks von Danièle Huillet und Jean-Marie Straub

Ausstellung
Wann? … bis 19. November 2017

Was? Treffen: Rencontres II „Bis wir beginnen, etwas zu sehen“
Wann? Am 10. und 11. November 2017.

Ort: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Website:
huilletstraub-berlin.net




Plakat zu Klavierkonzert mit Dirk Fischbeck.

Spitzenmusiker im Brüsseler Kiez: Klavier-Konzert mit Dirk Fischbeck in der Kinderkunstwerkstatt „Seepferdchen“ in Wedding

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte: Samstagabend um 20 Uhr spielt Dirk Fischbeck, Konzertpianist, Musikpädagoge am Francke-Gymnasium und Dozent an der Kirchenmusikschule in Halle/Saale ein Klavierkonzert, wie es sonst in der Brüsseler Straße nicht zu hören ist. Auf hohem Niveau und in bester Qualität.

Freier Eintritt, Spenden erbeten

Das Ganze bei freiem Eintritt, Spenden erbeten. So, wie die ohne staatliche Hilfe auskommende „Kinderkunstwerkstatt“, in der viel musiziert wird, finanziell aufgebaut ist.
In oft selbstloser Arbeit wird das Zentrum von Ehrenamtlichen getragen, allen voran die Vereinsvorsitzende Silke Fischbeck. Als „Mädchen für alles“ muss sie Spenden einwerben, die Buchhaltung erledigen, zu Sitzungen einladen, das Programm gestalten, die wöchentlichen Abläufe festlegen, Kontakt zu den Eltern halten, aufräumen, saubermachen und und und. Am liebsten sind ihr die „Arbeit“ mit den Kindern, das Spiel, würden die Kinder es wohl nennen, und die Musik.

In der Sprache der südamerikanischen Indianer, die das Glück hatten, in einem erdöllosen Urwald zu leben und bis ins 20. Jahrhundert hinein von den „Segnungen“ der modernen Zivilisation, wie Wehrpflicht, Emulgatoren und teilweise gehärteten Fetten verschont zu bleiben, gibt es kein Wort für „ARBEIT“.

„Tun“ statt „Arbeit“ und „Spiel“

Es gibt Wörter für alles, was getan wird: Gartenarbeit, Arbeit im Haushalt, Körperpflege – stop, das ist wieder unsere Art zu denken. Die Yequana, venezolanische „Indianer“, sprechen von Pflanzen setzen, gießen, Unkraut jäten (Un-Kraut gibt es vielleicht auch nicht in ihrem Wortschatz), Zäune bauen, Wege anlegen, Trittsteine auslegen, ernten.
Regenplane aushängen, Bett bauen etc pp. Aber nie: „ARBEIT“. Deshalb sind sie glücklich. Eine Tätigkeit als „Arbeit“ zu entfremden, kann der Beginn des Unglücks bei derselben Tätigkeit sein.

Jean Liedloff berichtet darüber schon vor 1999 in ihrem Buch „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück. Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit“.
Die Autorin, die mehrere Jahre bei den Yequana-Indianern in Venezuela gelebt hat, schildert eindrucksvoll deren harmonisches, glückliches Zusammenleben und entdeckt seine Wurzeln im Umgang dieser Menschen mit ihren Kindern: Sie zeigt, dass dort noch ein bei uns längst verschüttetes natürliches Wissen um die ursprünglichen Bedürfnisse von Kleinkindern existiert, das wir erst neu zu entdecken haben.
John Holt meinte zu diesem Buch: „Wenn die Welt durch ein Buch gerettet werden könnte, könnte es gerade dieses Buch sein.“ (Im englischen Original: „If the world could be saved by a book, this just might be the book.“)

Originaltitel: „The Continuum Concept: In Search Of Happiness Lost“
(in der Reihe „Classics in Human Development“)

Klavierkonzert

und
Musikbegleitung mit Nachhilfe

Wann?

15 Uhr Tips für Eltern und Musikschüler
gefolgt von gemütlichem Kaffeetrinken mit Kuchen und Musizieren

20 Uhr Konzert

Wo? Veranstaltungsort:
„Seepferdchen“ Brüsseler Straße 43 im Wedding (Nähe Antwerpener Straße), Berlin

Das „Seepferdchen“

Zu den sporadischen Unterstützern zählen Rolf und Monika Zuckowski und Jocelyn B. Smith.

Nach einer regelmäßigen Unterstützung wird noch gesucht.
Auch ein „Sponsor“ (O-Ton Vereinsvorsitzende) zur Übernahme der wenige hundert Euro betragenden Monatsmiete ist erwünscht.

http://www.seepferdchen-berlin.de

Die „Berliner Kinderhilfe – Seepferdchen e.V.“ ist eine Einrichtung der Berliner Kinderhilfe in freier Trägerschaft und eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg.

Zitat von der Seepferdchen-Website:
„Vom Finanzamt sind wir anerkannt als gemeinnützig, besonders mildtätig und förderungswürdiges Hilfswerk. Wir finanzieren uns ausschließlich aus Spenden und können allen Spendern Spendenbescheinigungen für das Finanzamt ausstellen.“

„Ab 15 Euro im Monat haben Sie die Möglichkeit zu einer Projektpartnerschaft.“