Ein „hüpfender Floh“ für Jena und die Welt – Oh, Ukulele

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Ein bunter Haufen Ukulelen. Quelle: Pixabay, Foto: Ulrike Draper

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Nein, Ukulelen sind nicht nur bunt und billig, sie können auch teurer als zwei Pfund sein. Die Ukulele, das Wort ist wirklich hawaiisch, kennen Musiker und Musikhörer als „gitarrenähnliche viersaitige Kastenhalslaute“, wie es auf „Wikipedia“ heißt, „deren Saiten teilweise oder insgesamt doppelchörig sein können. Das Zupfinstrument ist bei gitarrenähnlichen Proportionen meist etwa 60 cm lang und 20 cm breit. Die vierte (oberste) Saite ist oft, im Gegensatz zur Gitarre, oktaviert und damit höher als die mittleren Saiten gestimmt. Das verleiht ihr den unverwechselbaren, exotisch wirkenden Klang.“

Diesem „unverwechselbaren, exotisch wirkenden Klang“ konnten sich offenbar 263 Ukulele-Spieler nicht verschließen. Laut Pressemitteilung der Dotsource GmbH mit Sitz in Jena vom 13.7.2020, hätten die sich an einem „Playalong-Weltrekordversuch“ beteiligt. Dass Philipp Schäffler, der als „Jenaer Musikpädagoge“ bezeichnet wird, „mit seinem Projekt ‚Jena und die Welt lernen Ukulele'“ fürs Erlernen dieses Instrumentes auch Anleitungen als Videos auf „Youtube“ herstellte, das wird genau so wenig verschwiegen wie die „Vorgaben des Rekordinstituts Deutschland“, wonach „1.321 Ukulelespieler nötig“ seien. Mit anderen Worten: Schäffler scheiterte.

Immerhin zeigte sich der Musiker schön schräg. Siehe und höre auch den gescheiterten Weltrekordversuch.

Schäffler scheint sich damit herausreden zu wollen, dass der Versuch, bei dem man eingangs nicht sagen kann, was am Ende dabei herauskommt, nur ein Experiment war. Wohl wahr. Doch genau darauf und also auf das Experimentieren kommt es an, oder?

Der Weltrekordversuch war als Weg zum Ziel gedacht, mit den Musikern in Jena und der Welt dem „hüpfenden Floh“, so und nicht anders wird das Instrument auf Hawaii und in der Welt genannt, nach dem „Grundkurs Ukulele ein abschließendes Playalong zu dem Song ‚Hotline Bling‘ zu erstellen“. Das ist ja wohl gelungen, auch wenn über 1.000 Ukulele-Spieler fehlten, oder?

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