Rein in die feministische Musikgeschichte von den 1950ern bis heute! – Annotation zum Buch „These Girls. Ein Streifzug durch die feministische Musikgeschichte“ von Juliane Streich

"These Girls. Ein Streifzug durch die feministische Musikgeschichte" von Juliane Streich (Hrsg.) u.a. © Ventil

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Bereits mit dem Buch „Damaged Goods: 150 Einträge in die Punk-Geschichte“, bewies der Ventil-Verlag 2016 ein Gespür für naheliegende Themen aus dem geliebten Musikantenstadl des Popuniversums.

Nun legt Juliana Streich „These Girls“ vor, ein feines Sammelsurium diverser Musikerinnenbiografien, Kurzkritiken und persönlicher Musik-Betrachtungs-Beiträge. Auf 340 Seiten findet Jede und Jeder sein Pläsier, sein Pflaster und seine Hasskappe wieder. Auch wenn der Osten Europas in wenig zu kurz kommt und dafür Hamburg die volle Dröhnung abkriegt, gibt es an dem Kompendium wenig bis nichts zu mäkeln, weil die Texte Spaß machen und auch Bands mit ohne Fans ihre Berechtigung haben (sogar langweilige Ereignisse wie Doctorella kommen vor).

Pop, und Feminismus gehören zusammen wie Mama und Mia, Plus und Minus, Hackfleisch und Messer…

Ein Kneipenbuch, ein Klobuch, ein Laberbuch, ein Einschlafbuch mit Erkenntnisgewinn.

Ein nices Geschenk für Musikfreund*innen, eine fette Fibel mit erfreulichen Ereignissen wie Peaches, Joan Baez, Nico, Patti Smith, Debbie Harry, Cosey Fannis Tutti, Nina Hagen, Siouxsie Sioux usw.

Bibliographische Angaben

Juliane Streich (Hrsg.), These Girls. Ein Streifzug durch die feministische Musikgeschichte, 344 Seiten, Verlag: Ventil, Mainz, 6.12.2019, ISBN: 3-955-75118-0, Preis: 20 EUR (D)

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