Schwerblütige Eleganz – Annotation zum Buch „Das Mittelalter“ von Chris Wickham

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Christ Wickham: Das Mittelalter.
Christ Wickham: Das Mittelalter. © Klett-Cotta

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Ein sattes Buch zum europäischen Mittelalter versüßt mir gegenwärtig die sommerliche Hitze. Der Engländer Chris Wickham ist Professor in Oxford und ein Meister der schönen Sätze.

Ja, es ist ein elegantes Buch; obwohl zwangsläufig viel Blut vergossen wird, schafft es Wickham, nicht nur durch die Fakten zu fesseln. Er gehört zu dieser coolen Generation Wissenschaftler, die ihren Leser lieben und alles daransetzen, uns intelligent zu unterhalten.

Das Wüten der Pest, der Fall von Byzanz, die größenwahnsinnigen Späße der großen Ritterorden, Wickham bleibt immer smoof am Thema und nimmt uns mit zum manchmal tödlichen Reigen der mittelalterlichen Großmächte.

Wir haben Teil an den sozialen und politischen Veränderungen in Europa, sind zu Gast bei Krönungsfeiern, Gemetzeln und unerklärlichen Visionen.

Wickham schlägt das Rad bis in unsere Gegenwart und liefert eine kundige Betrachtung der mittelalterlichen Weltordnung.

Bibliographische Angaben

Chris Wickham, Das Mittelalter, Europa von 500 bis 1500, 550 Seiten, farbiger Tafelteil, aus dem Englischen von Susanne Held (Originaltitel: Medieval Europe), gebunden mit Schutzumschlag, Verlag: Klett-Cotta, 1. Auflage, Stuttgart 2018, ISBN: 3-608-96208-6, Preis: 35 EUR

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