50 Jahre Fritz-Hüser-Institut – Feier auf Zeche Zollern oder erst Blabla und dann Buffet

Ein Blick in die Lohnhalle der Zeche Zollern. Foto: Amoldius, CC BY-SA 3.0

Dortmund, BRD (Kulturexpresso). In einer Pressemitteilung von möglicherweise Lohnarbeitern der Stadt Dortmund vom 12.10.2023 ist von Literatur die Rede, von Arbeitswelt und von 50 Jahren sowie von „Kritik & Zärtlichkeit“ als ein Motto eines Jubiläums. Unter dem Betreff „50 Jahre Literatur der Arbeitswelt: Fritz-Hüser-Institut feiert sein Jubiläum unter dem Motto „Kritik & Zärtlichkeit“ Podiumsgespräch und Feier am 28. Oktober auf Zeche Zollern“ wird darüber informiert, daß in Dortmund seit 50 Jahren „die Literatur der Arbeitswelt gesammelt und erforscht“ werde. Wo genau? Im Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt (FHI).

Zum FHI heißt es, daß dort „deutschsprachige Literaturen der Arbeitswelt gesammelt, erschlossen, untersucht und zugänglich gemacht“ werden würden. Gearbeitet werde „in den vier Bereichen Forschung, Bibliothek, Archiv und Literaturvermittlung“.

Gefeiert wird auch. Am Samstag, den 28. Oktober 2023, soll ab 17 Uhr im Magazin des LWL-Museums Zeche Zollern, Grubenweg 5, jedoch nicht nur gegessen und getrunken sowie Musik gehört werden. Reden hören ist angesagt.

Vielleicht ist ein Magazin ein guter Ort, um daran zu denken, daß „die Waffe der Kritik … allerdings nicht die Kritik der Waffen … ersetzen“ kann, wie Karl Marx formulierte, „die materielle Gewalt muß gestürzt werden durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.“

Schaun mer mal, wer kömmt, dann sehn mer scho, wer da ist und wie ergriffen vermutlich vom Gerede beziehungsweise Gespräch, genauer: Podiumsgespräch.

„Nach einer Einführung durch die Institutsleiterin Dr. Iuditha Balint gibt es Grußworte von Oberbürgermeister Thomas Westphal, Kulturdezernent Jörg Stüdemann und Dr. Kerstin Baumann, Leiterin der LWL-Museen für Industriekultur.“ Dann werden wohl Elisa Aseva, Martin Becker und Dinçer Güçyeter sprechen.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würde sich mein Marx beim zu erwartenden Geschwätz im Grabe umdrehen. Zu erwartendes Geschwätz? Wer das Geschmiere mit Dummdeutsch und gesinnungsgeladenem Geschlechtergeschmiere auf der Heimatseite des FHI im Weltnetz liest, der weiß als Kenner und Kritiker, was die Anwesenden erwartet und nicht nur wer.

Für die Verdummten dieser Erde gibt es nach dem vermuteten Festredengequatsche bestimmt Fressen an einem billigen Buffet.

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