Erst „From Russia with Love“ und dann „Decamerone“ am Deutschen Theater Berlin – Reden mit Russen „über künstlerische Freiheiten und Grenzgänge“

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das klingt spannend angesichts des Aufmarsches des hierzulande NATO abgekürzten Kriegsbündnisses des Imperiums, also von Truppen der VSA mitsamt Vasallentruppen an den Grenzen der Russischen Föderation und der Republik Belarus.

Den Deutsche wollen mit Russen reden. Das ist immer gut und Völkerfreundschaft sollten die Deutschen vor allem mit den Franzosen und Russen groß schreiben.

Am Internationalen Frauentag, am Sonntag, den 8. März 2020, wird es vor der Premiere des Stückes „Decamerone“ von Kirill Serebrennikov nach Motiven von Giovanni Boccaccio im Deutschen Theater (DT) in Berlin ein Gespräch unter dem Titel „From Russia with Love“ geben Ab 11 Uhr wollen Katja Fedulova (Filmemacherin), Wladimir Kaminer (Autor), Birgit Lengers (Deutsches Theater Berlin) und Anna Shalashova (Gogol-Center Moskau) unter der Moderation von Sonja Zekri (Süddeutsche Zeitung) „über künstlerische Freiheiten und Grenzgänge“ im Saal diskutieren.

Vor dem Gespräch ein gutes Frühstück und nach dem Gespräch ein schöner Spaziergang mit Kaffee und Kuchen im Anschluss und dann beginnt am Abend um 19 Uhr die Premiere im DT.




Von und zu Handke: „Kaspar“, „Handke-Bezichtigung“ und „Selbstbezichtigung / Autodiffamazione“ im Berliner Theaterdiscounter

Berlin, Deutschland (Kulturexpress). Scheiden sich an Peter Handke die Geister? Nein, an dem am 6. Dezember 1942 in Griffen, Kärnten, geborenen Übersetzer fremder und Urheber eigener Schriften wird der Spreu vom Weizen getrennt. Und tschüss!

Für alle Freunde feiner Geister, Dichter und Denker deutscher Zunge, hier kein Hinweis auf ein neues Werk aus der Feder Handkes, sondern ein Hinweis auf Leute, die noch ihren Weg zwischen „heller Aufregung“ über die Vergabe des Literaturnobelpreises an Peter Handke und heller Begeisterung suchen.

Wer am 16., 17. und 18. Januar 2020 in Berlin sein sollte, der kann beim Suchen helfen und zwar im Theaterdiscounter (TD) Berlin.

Am 16. Januar 2020 wird ab 20 Uhr im TD das Stück „Kaspar“ von Peter Handke auf die Bühne gebracht. Einen Tag später ab 20 Uhr soll für die „Handke-Bezichtigung“ mit dem Untertitel „Die Verleidung des Nobelpreises im O-Ton Premiere sein.

Am 18. Januar 2020 wird am 20 Uhr die „Selbstbezichtigung / Autodiffamazione“ präsentiert.

Das TD teilt per Pressemitteilung vom 7.1.2020 mit, dass man sich „natürlich (sic!) über jede Form der  Beteiligung am erneuten Handke-Diskurs“ freue.

Beim TD scheint man sich die Frage „Worum dreht sich die erhitzte Diskussion im Kern; wann und wie fing alles an; wer darf sich überhaupt an ihr beteiligen?“ zu stellen. „Schauspieler aus dem Team und Umfeld des TD“ würden „sich in gebotener Seriosität und mit klarem Fragenkatalog einer Aufarbeitung der polarisierenden und alle Trennversuche umwerfenden Debatte“ nähern.

Wohlan denn!

Anmerkungen:

Zu Handke siehe die Beiträge Peter Handke für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Nestroy-Theaterpreis auch für Vor Sonnenaufgang von Andreas Hagemoser und Der unsterbliche Weg. Peter Handke zeigt in einem Film, wie und wo er arbeitet – und allerorten fragen sich die Leute, wie sie leben sollen von Dirk Fithalm.




Dorian Brunz, Rosa von Praunheim und Maria Ursprung sind die Autoren der Autorentheatertage 2020 in Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Dass für die Autorentheatertage 2020 in Berlin die aus Dea Loher, Nina Hoss und David Tushingham bestehende Jury aus 171 Theatertexte drei Gewinnerstücke gewählt habe, dass wird per Pressemitteilung der Deutschen Theaters vom 4.12.2019 mitgeteilt.

Die drei Gewinner sind:

  • Dorian Brunz mit dem Stück „Beach House“,
  • Rosa von Praunheim mit dem Stück „Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs“ und
  • Maria Ursprung mit dem Stück „Schleifpunkt“

Weiter heißt es im Pressetext, dass „das Schauspielhaus … Graz Maria Ursprungs Stück, das Schauspiel Leipzig das von Dorian Brunz und das Deutsche Theater Berlin das Stück von Rosa von Praunheim inszenieren“ werde.

Die Uraufführungen würden „im Rahmen des Festivals Autorentheatertage am 20. Juni 2020 in der Langen Nacht der Autor_innen“ stattfinden und „die Preisträger_innen … ein Uraufführungshonorar von jeweils 10.000 Euro“ erhalten.




Nacht der Lichter mit Taizé-Gesängen in Berlin, Europa und weltweit

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Nacht der Lichter mit Taizé-Gesängen findet weltweit statt. Es ist ein musikalisches Event zum Mitmachen. Der Gebetscharakter sollte dabei nicht unerwähnt bleiben, doch viele, die sich von der Kirche abgestoßen fühlen, empfinden für Taizé-Veranstaltungen Gutes. Manche sind auch wegen des sozialen Charakters dabei und schlicht wegen der Musik, des Selbst-Mitsingens.

In Berlin werden zum Beispiel in der Schöneberger Dorfkirche an der Hauptstraße immer wieder Taizé-Gesänge angeboten. Am 23. November, wo europa- , ja weltweit gesungen wird – insgesamt an etwa 200 Orten, davon wohl etwa die Hälfte in Deutschland – strömen wohl viele in die evangelische Gustav-Adolf-Kirche in der Herschelstraße 14 in 10589 Berlin. Das ist in Charlottenburg zwischen Jungfernheide und Mierendorffplatz unweit der Spree, dort, wo gegenüber das Schloß liegt.

Um 19 Uhr am Samstag geht es los. Die dunkle Jahreszeit provoziert Lichterfeste. Während im Oktober Photographen und Reisende vom Berliner „Festival of lights“ angezogen werden, steht im November die „Nacht der Lichter“ mit Taizé-Gesängen an. Die Einladung geht ausdrücklich an alle. Man kann eine Stimmung der Einkehr erwarten und einen Augenschmaus mit vielen flackernden Kerzen.

Wer den Weihnachtsbaum oder Christbaum liebt, wird auch diese Kerzenstimmung schön finden. Wer singt, erst recht. Der Gesang ist einfach und recht repetitiv; dadurch wird der Kopf nicht überstrapaziert und es kann eine meditative Stimmung entstehen. Zudem in der Gemeinschaft.

Eine Probe findet am Freitag, den 22. November 2019 um 19.30 Uhr in der Herschelstraße 14 in 10589 Berlin statt.

Die Kirche in Kalowswerder, wie die Insel zwischen Schloß Charlottenburg, Moabit und Flughafen Tegel heißt, ist sehr gut auch mit der U-, S- und Fernbahn zu erreichen. Vom Flughafen fährt der Bus 109 sowie weitere Busse.

Wegbeschreibung zur Nacht der Lichter in Berlin-Charlottenburg/ Jungfernheide. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser




„DDR-Indianer“ wird geehrt – Gojko Mitić, weit mehr als der „Winnetou des Ostens“ und „DEFA-Chefindianer“

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Gojko Mitić war der „DEFA-Chefindianer“ und für alle anderen der „DDR-Indianer“. Nach dem Anschluss der DDR an die BRD durfte er auch als Indianer bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg auftreten, wie zuvor Pierre Louis Baron Le Bris, französische Schauspieler, der den Winnetou in den Karl-May-Verfilmungen der 1960er Jahre der BRD verkörperte. Im Grunde spielte Mitić ab 1992 auf der Freilichtbühne unter dem Kalkberg den Winnetou.

Der eine war Baron und blieb Winnetou in den Köpfen der meisten Deutschen, der andere war mehr als der „Winnetou des Ostens“.

Der am 13. Juni 1940 in Strojkovce bei Leskovac, Königreich Jugoslawien, heute Serbien, ist ein Schauspieler und Regisseur. Mitić spricht slawische Sprachen, Deutsch, ein wenig Italienisch und Englisch. Er trat auch in dem von Artur „Atze“ Brauner produzierten Karl-May-Film „Old Shatterhand“ in einer kleinen Nebenrolle auf, sowie in „Winnetou II“ in „Unter Geiern“. Als Stuntman war Mitić in den 1960er Jahren italienischen und britischen Filmen tätig. Insgesamt wirkte er in rund 60 Filmen mit und stand oft auf den Brettern, die die Welt bedeuten, also nicht nur auf Freilichtbühnen, sondern auf Theaterbühnen, beispielsweise in dem Stück „Einer flog über das Kuckucksnest“.

Nun wird der 79-jährige Gojko Mitić, der „mit den von ihm verkörperten indianischen Figuren das Genre des DEFA-Indianerfilms geprägt“ habe, für sein künstlerisches Lebenswerk ausgezeichnet. Ihm soll der mit 10.000 Euro dotierte Preis der DEFA-Stiftung am 13. Dezember in Berlin im Rahmen einer großen Gala verliehen werden.




Chanukka im Jüdischen Museum Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wer`s nicht kennt, aber kennenlernen möchte, der ist wie alle anderen herzlich zur Entzündung des ersten Lichts mit Musik ins Jüdische Museum Berlin (JMB) eingeladen.

Am 22. Dezember 2019 wird Chanukka gefeiert. Der Eintritt ist für den Beginn des acht Tage dauernden und jährlich gefeierten jüdischen Festes zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten, des Serubbabelischen Tempels in Jerusalem frei, die Chanukka-Spezialitäten und der koschere Glühwein im Museumscafé sollte nicht zu teuer sein.

Zur Veranstaltung teilt die Pressestelle des JMB mit, dass „zum Beginn des diesjährigen Chanukka-Fests … BaseBerlin und Studentim im Glashof des Museums einen“ einen „kreativen Familien-Workshop, der ab 15 Uhr in den Feiertag und seine Bräuche einführt“ geben würden. „Anschließend ab 16 Uhr“ würden „die Musiker des Shtetl Neukölln die etwa 15-minütige Zeremonie um das gemeinsame Anzünden des ersten Chanukka-Lichts mit hinreißenden Klezmer-Sounds“ begleiten.




Afro-Sonic Mapping Tracing Aural Histories im HKW nur bis 17.11.2019

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Afro-Sonic Mapping Tracing Aural Histories via Sonic Transmigrations ist ein Titel, den man am besten versteht, wenn man gut englisch kann. Das Haus der Kulturen der Welt ist weltoffen und soricht englisch. Das ist kein Makel. An der Information kann man deutsch und vieles erklären. Doch die Ausstellung, die afrikanische Klänge auf ihrem historischen Weg in die Karibik und nach Nordamerika verfolgt, kann man auch mit einem offenem Ohr für Musik verfolgen und offenen Augen für große, schöne Science-Fiction-Bilder und viele Videobeiträge.

© 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Einfach mal ein Abenteuer beginnen an diesem Wochenende. Es gibt viel zu entdecken im Haus der Kulturen der Welt an der John-Fuster-Dulles-Allee im Tiergarten unweit des Hauptbahnhofs.

Anfahrt mit Bus 100.




Allerlei zum Ei – Kippenberger, Matin Kippenberger. „Bitteschön Dankeschön. Eine Retrospektive“ in der Bundeskunsthalle

Bonn, Deutschland (Weltexpress). Seit 1. November 2019 läuft in der Bundeskunsthalle in Bonn die Ausstellung „Martin Kippenberger. Bitteschön Dankeschön. Eine Retrospektive.“ Die große Kippenberger-Schau soll bis zum 16. Februar 2020 laufen und vor allem alles zeigen soll, was Kippenberg, der 1953 in Dortmund geboren wurde und am 7. März 1997 in Wien starb, war: Vielfalt.

„Die ganze Bandbreite seines Kosmos“, so Kuratorin Susanne Kleine, werde in der Bundeskunsthalle „aufgefächert“ und aufgezeigt: Bilder, Zeichnungen, Plakate, Collagen, Multiples, Editionen, Künstlerbücher, Gemälde, Skulpturen und raumgreifende Installationen, wenig Fotoarbeiten.

Susanne Kippenberger beschreibt ihren Bruder wie folgt: „Er war Anarchist und Gentleman, Männerbündler und Frauenfreund, ein Alleinunterhalter der alles nur kein Einzelgänger war, der den Kunstbetrieb attackierte und unterwanderte, aber auch Teil davon war, der die Kunst als Markt entlarvte und gleichzeitig davon profitierte, der das Künstlertum gleichzeitig abgelehnt und extrem zelebriert hat.“

„Uno di voi, un tedesco in Firenze“ („Ein Deutscher in Florenz“) wird gezeigt oder das „Floss der Medusa“ und allerlei vom Ei.

„Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz entdecken“ (1984) war wegweisend und die Identitätskrise, die bei Deutschen bis heute anzudauern scheint, wunderbar auf den Punkt gebracht.

Der Sponti Kippenberger, der ständig unter Strom zu stehen schien, zog 1978 nach Berlin (West), betrieb mit Gisela Capitain „Kippenbergers Büro“ und war kurz Geschäftsführer des vor allem bei Punks beliebten SO36. 1980 zog der Rast- und Ruhelose, der als Wilder Dada und Fluxus aufnahm nach Paris weiter, aber auch dort bald wieder weg und weite und weiter.

Einiges von dem, was er hinterließ, kann man nun in der Bundeskunsthalle Bonn angucken.




Wer wird „das Schwarze Schaf“ 2020?

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wohl wahr, dass sich weiße Wolle leichter einfärben lässt als schwarze, weswegen Schafe mit weißem Fell gezüchtet, gehegt und gepflegt werden, nicht schwarze Schafe, weswegen diese aussortiert und geschlachtet werden, um die Qualität der Wolle der ganzen Herde nicht zu mindern.

Die Aussortierten und Außenseiten, das sind die schwarzen Schafe. Und die Widerspenstigen unter den Zweibeinern, die sich nicht zähmen lassen, die muss man loben. So oder so ähnlich wird sich das Hanns Dieter Hüsch gedacht haben als er den Wettbewerb das „Schwarze Schaf vom Niederrhein“ gründete. Dass er sich selbst als ein solches beschrieb, das ist beachtlich und bezeichnend.

Hüsch, der am 6. Mai 1925 in Moers geboren wurde und am 6. Dezember 2005 in Werfen starb, gilt als großer deutscher Kabarettist, der „Generationen von Kabarettistinnen und Kabarettisten … mit seinem scharfen und oft nachdenklichen Humor beeinflusste“, wie es in einer Das-schwarze-Schaf-Pressemitteilung vom 5.11.2019 heißt.

Und der Preis gilt als einer für Hüschs Erben. Ins Leben gerufen wurde er bereits 1999 und veranstaltet wird er seither alle zwei Jahre als ein Projekt der RuhrFutur gGmbH am Niederrehin statt. Seit 2001 wird der Preis zudem von der Stiftung Mercator gefördert.

Mit ihm sollen „Nachwuchskünstlerinnen und -künstler des gesellschaftskritischen Kabaretts“ gefördert werden. In Erwartung einer solchen Förderung dürfen sich nun die Nominierten Alex Döring (München), Beier & Hang (München), Florian Hacke (Kiel), Goldfarb-Zwillinge (Berlin), Jakob Heymann (Bremen), Johannes Floehr (Krefeld), Martin Valenske & Henning Ruwe (Berlin), Micha Marx (Bonn), Peter Fischer (Mannheim), Quichotte (Köln), Sulaiman Masomi (Köln) und Victoria Helene Bergemann (Kiel) freuen.

Sie „ab dem 12. März 2019 auftreten“ und zwar „jeweils sechs Nominierte an acht Abenden (zwei Abende pro Stadt) in den Vorrundenstädten Emmerich, Wesel, Krefeld und Moers“ und gegeneinander mit jeweils 15-minütigen Ausschnitten aus ihrem aktuellen Programm antreten.

Anschließend entscheiden die Zuschauer und nur die Zuschauer, welche sechs Talente ins Finale am 9. Mai 2020 im Theater am Marientor in Duisburg einziehen werden. Am Tag der Entscheidung bestimmen allerdings nur Mirja Boes, Salim Samatou, Martina Linn-Naumann, Dr. h.c. Nikolaus Schneider und Hartmut Krause als Jury den Sieger.




„In Liebe, Trauer, Zorn“ – Der Dichter Helmut Richter ist tot

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Der Maschinenschlosser, Journalist und Schriftsteller, Liedtexter und Lyriker Helmut Richter ist tot. Der am 30. November 1933 in Freudenthal, Mähren, geborene, der als Elfjähriger mit seiner Mutter am 11. Juni 1945 aus Freudenthal vertrieben wurde, starb am 3. November 2019 in Leipzig im Alter von 85 Jahren.

Das teilte seine Witwe Brigitte Richter auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA mit.

Richter wurde als Autor der Rock-Ballade „Über sieben Brücken musst du gehen“, die von der Band Karat gespielt und von Peter Maffay gecovert wurde, einem breiten Publikum bekannt. Er schrieb den Text als deutsch-polnische Liebesgeschichte.

Richter besucht die Volksschule, arbeitete als Landarbeiter, Gemeindesekretär und Traktorist, absolvierte eine Lehre als Maschinenschlosser, holte das Abitur an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät nach und studierte Physik an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Laut „Wikipedia“ sei er „von 1961 bis 1964 … Student am Institut für Literatur Johannes R. Becher in Leipzig“ gewesen, „wo er in der Person des Dichters Georg Maurer auf einen seine Lyrik prägenden Lehrer traf“.

Damals ahnte Richte nicht, dass er die „kleinste Hochschule der Welt“ einmal als Direktor leiten würde. Er brachte mit „Leipziger Blätter“ sogar eine Kulturzeitschrift heraus.

Richter schrieb Erzählungen, Reisereportagen auch für den Rundfunk der DDR, er verfasste Hörspiele und sogar Drehbücher fürs TV.

In „Spiegel-Online“ (3.11.2019) wird an Helmut Richter unter anderem mit einem Zitat von Horst Nalewski erinnert: „‚Helmut Richter ist Chronist seiner, unserer Welt: Erinnerung stiftend für Zeitgenossen, Rückschau haltend auf die Landschaft der Kindheit, Einmischung wagend in das scheinbar Unausweichliche. In Liebe, Trauer, Zorn‘, schrieb der Leipziger Literaturwissenschaftler Horst Nalewski 2008 in einer Würdigung zum 75. Geburtstag Richters im ‚Neuen Deutschland‘.“