Am Ende sind die Russen schuld – Ist „Mile 22“ nur ein hirnloser Film mit Feuerwerk oder pure Propaganda?

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Mark Wahlberg in einer Szene des Films "Mile 22". © Universum Film

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Dass sich Mark Wahlberg in „Mile 22“ von seiner harten Seite zeigt, tut dem Film gut, denn darum geht`s, um Härte und nicht um Gnade.

Unter der Regie von Peter Berg spielt Wahlberg den Elite-Agenten James Silva, der keine Gnade kennt und mit schonungsloser Härte sein Ziel verfolgt. Dass die beiden nach mittlerweile drei Filmen eingespielt sind, Regisseur und Schauspieler arbeiteten für „Lone Survivor“, „Deepwater Horizon“ und „Boston“ zusammen, das merkt man „Mile 22“ an. Wahlberg läuft und das rund. Darüber hinaus sind Berg und Wahlberg mit Stephen Levinson auch noch die Produzenten dieses in seiner Turbulenz eindimensionalen Feuerwerks, durch die sich alle Handelnden von Szene zu Szene hangeln wie Affen von Baum zu Baum. Atemlos. Belanglos. Langweilig.

Silva leitet in der witzlosen Erzählung einen von über einen Dutzend und eine weitere Hand voll Geheimdiensten der Vereinigten Staaten von Amerika (USA), der immer dann zum Einsatz kommt, wenn die anderen versagen. Silva ist Gold wert und mehr geht nicht.

Der Mann und seine Mannschaft von Overwatch müssen bei diesem Auftrag den Überblick behalten und einen angeblichen Doppelagenten namens Li Noor aus einem nicht näher genannten Staat in Asien retten, weil der Gute wohl weiß, wo das von Deutschen 1861 entdeckte himmelblaue Caesium ist, jedenfalls ein radioaktiver Teil davon, den nicht nur Washington zu wollen scheint.

Noor muss von der US-Botschaft, wo er sich befindet, bis zum Flughafen gebracht werden, von wo er außer Landes geflogen werden soll. Das ist also eine Aufgabe für Super-Silva, der die 22 Meilen – keine Frage – in weit weniger als 95 Minuten schafft, dabei Feinde in die Flucht schlägt oder gleich ganz vernichtet.

Doch auf dem Flughafen offenbart sich ihm, dass Noor nicht nur Doppel- sondern Dreifachagent ist. Von Putin persönlich angeheuert, zumindest aus dem Kreml soll er seinen Auftrag erhalten haben, das Overwatch-Team in diese fiese Falle zu locken. Böse, böse, böse. Zeitgleich wird die Overwatch-Zentrale in den USA überfallen und nur einer kam durch. Wie gemein!

Auch in diesem Actionfilm aus Hollywood bekommt der analytische und kritische Kopf durchweg Pause. Am Ende sind die Russen schuld. Prächtig? Pure Propaganda!

Filmografische Angaben

Originaltitel: Mile 22
Deutscher Titel: Mile 22
Land: USA
Jahr: 2018
Regie: Peter Berg
Buch: Lea Carpenter, Graham Roland
Kamera: Jacques Jouffret
Schnitt: Melissa Lawson Cheung, Colby Parker Jr.
Musik: Jeff Russo
Schauspieler: Mark Wahlberg, Iko Uwais, Lauren Cohan, Ronda Rousey, John Malkovich, Nikolai Nikolaeff, Alexandra Vino, Sam Medina, Terry Kinney, CL
Produzenten: Peter Berg, Stephen Levinson, Mark Wahlberg
Länge: 95 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16

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