Afrikanisches Traumbuch – Annotation zu „Im Tal des Omo“

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© Edition Panorama

Berlin, Deutschland (Kulturexresso). Der Omo ist ein Fluss in Äthiopien. Er ist 760 Kilometer lang und ob eines Gefälles von 2000 Meter nur an einigen Stellen schiffbar. Er schlängelt sich durch das extrem abgelegene untere Oma-Tal, das von Wissenschaftlern auch „Wiege der Menschheit genannt wird“.

Exakt in diese Gegend hat es den Fotografen Ken Hermann immer wieder getrieben, da ihn das ursprüngliche Leben der Bewohner, ihre traditionelle Lebensweise in den Bann zog. Geteerte Straßen, Elektrizität und fließendes Wasser sind kaum vorhanden. Das Land ist wild und rau. Rivalitäten zwischen Stämmen kommen häufig vor und sind nur schwer für den Fremden einzuordnen. Eine archaische Gegend, so gänzlich verschieden von unserem bequemen westlichen Lebensstil. Geld besitzt keinen Wert. Rinder, Ziegen und Waffen sind Symbole von Macht und Wohlstand. Ein Mann ohne Vieh ist ein armer Mann. Ein Mann mit Kalaschnikow steht höher als einer mit Speer.

Hermann hat berauschende Fotos geschossen, voll ferner Magie, wildem Stolz und unnahbarer Schönheit. Ein Muss für Freunde Afrikas, eine großartige Sammlung eindringlicher Werke, unbedingt kaufen!

Bibliographische Angaben

Im Tal des Omo, Format: 25 x 33 cm, Hochwertiger Festeinband mit Fadenheftung, 256 Seiten mit über 140 Fotografien in Farbe, mit Texten von Suzette Frovin und Ken Hermann in Deutsch und Englisch, 224 Seiten, Verlag: Edition Panorama, Mannheim 2014, ISBN 978-3-89823-475-7, 45,00 Euro (D)

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